19 neue Stolpersteine in Arnsberg erinnern an jüdische NS-Opfer
Evelin Kostolzin19 neue Stolpersteine in Arnsberg erinnern an jüdische NS-Opfer
Am 26. Januar 2026 werden in Arnsberg neunzehn neue Stolpersteine verlegt, um an jüdische Opfer des Holocaust zu erinnern. Der Künstler Gunter Demnig wird die Messing-Gedenktafeln in vier Stadtteilen anbringen. Die Initiative ist das Ergebnis jahrelanger Recherchen und öffentlicher Unterstützung, um das Andenken an die Verfolgten der NS-Zeit zu bewahren.
Den Anstoß gab eine Bürgerpetition, die von lokalen Geschichtsvereinen initiiert und einstimmig vom Stadtrat unterstützt wurde. Historikern und Archiven gelang es später, das Schicksal von 46 Opfern aus dem heutigen Arnsberg zu rekonstruieren. Ihre Erkenntnisse bestätigten unter anderem die Details über die siebenjährige Edith Grüneberg, die 1942 deportiert und ermordet wurde.
Die neuen Stolpersteine werden in Oeventrop, Arnsberg, Hüsten und Neheim verlegt. Jede Platte markiert die letzte bekannte Wohnstätte eines Opfers und hält so deren Geschichten im öffentlichen Raum präsent. Die Verlegungen sind öffentlich zugänglich und werden von Schülerinnen und Schülern lokaler Schulen begleitet. Die ersten Stolpersteine in Arnsberg waren am 14. September 2018 gesetzt worden – zur Erinnerung an Opfer des KZ-Außenlagers Bochum. Seitdem ist das Projekt stetig gewachsen und umfasst nun weitere Namen und Orte, was die fortlaufenden Bemühungen um Dokumentation und Erinnerung widerspiegelt.
Die Gedenktafeln werden als dauerhafte Mahnmale an die im Holocaust ermordeten Menschen dienen. Durch ihre Platzierung im öffentlichen Raum können Anwohner und Besucher sich mit den Schicksalen der Opfer auseinandersetzen. Gleichzeitig unterstreicht die Initiative die Bedeutung lokaler Forschung und bürgerschaftlichen Engagements für die Bewahrung historischer Wahrheit.






