500-Pfund-Bombe in Ratingen: Evakuierung und nächtliche Entschärfung in der Innenstadt
Evelin Kostolzin500-Pfund-Bombe in Ratingen: Evakuierung und nächtliche Entschärfung in der Innenstadt
500-Pfund-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingens Innenstadt entdeckt
Am Montag wurde in der Innenstadt von Ratingen eine 500-Pfund-Bombe aus US-amerikanischer Produktion aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Die Entdeckung zwang die Behörden, rund 2.300 Anwohner zu evakuieren und mehrere Straßen, darunter Abschnitte des Hauser Rings und Straßen an der Evakuierungszone, zu sperren. Später konnte der Kampmittelräumdienst die Bombe ohne Zwischenfälle entschärfen.
Der Blindgänger war im Herzen der Stadt vergraben worden und löste sofortige Maßnahmen aus. Betroffene Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen; etwa 400 Menschen fanden vorübergehend im Rathaus Unterschlupf.
Die Evakuierung verlief nicht ohne Verzögerungen, sodass viele Betroffene länger als erwartet von ihren Wohnungen fernbleiben mussten. Besonders ältere Bürger litten unter der Situation – einige brachen im Rathaus sogar vor Erschöpfung oder Stress zusammen und mussten vor Ort medizinisch versorgt werden. Bewohner von Pflegeheimen konnten erst gegen 1:30 Uhr nachts in ihre Zimmer zurückkehren. Währenddessen arbeitete das Räumkommando bis in den Abend hinein und entschärfte die Bombe schließlich spät am Montagabend. Um 21:25 Uhr hoben die Behörden die Sperren auf, sodass die Anwohner nach Hause zurückkehren konnten. Die Auswirkungen des Vorfalls zogen sich jedoch bis in den nächsten Tag: In Pflegeheimen gab es das Frühstück erst am späten Vormittag. Für manche ältere Einheimische weckte der Fund schmerzhafte Erinnerungen an den Krieg. Mit der Beseitigung der Bombe endete ein angespannter Tag für die Stadt.
Die erfolgreiche Entschärfung der Weltkriegsbombe beendete die akute Gefahr in Ratingen. Die Straßen wurden wieder freigegeben, und die Anwohner kehrten nach stundenlanger Unsicherheit in ihre Häuser zurück. Pflegeheime passten ihre Abläufe an, um die durch die Evakuierung entstandenen Verzögerungen auszugleichen.






