Aachen wird zur jüngsten Universitätsstadt Deutschlands mit Rekordstudentenzahlen
Wally KlemtAachen wird zur jüngsten Universitätsstadt Deutschlands mit Rekordstudentenzahlen
Aachen hat sich zu einer der markantesten Universitätsstädte Deutschlands entwickelt – sowohl in der Zusammensetzung seiner Bevölkerung als auch in der Struktur der Studierendenschaft. Aktuelle Zahlen zeigen, dass fast ein Viertel der Einwohner in die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen fällt, wobei der Anteil junger Männer besonders hoch ist. Auch die Zahl der Studierenden sticht hervor: Im letzten Wintersemester überschritt sie die Marke von 60.000.
Im Wintersemester 2022 waren in Aachen insgesamt 60.315 Studierende an den Hochschulen der Stadt immatrikuliert. Damit belegte die Stadt bundesweit den neunten Platz bei den Gesamtstudierendenzahlen. Die Ingenieurwissenschaften prägten das akademische Bild: Sie machten 63,23 Prozent aller Einschreibungen aus – wenn auch Berlin absolut betrachtet mehr Studierende in diesem Bereich zählte.
Ebenso auffällig ist das Altersprofil der Stadt: Ganze 23 Prozent der Aachener Bevölkerung sind zwischen 20 und 29 Jahre alt, wobei der Männeranteil in dieser Gruppe mit 13,8 Prozent den höchsten Wert Deutschlands erreicht. Die Wanderungsbewegungen der letzten zehn Jahre zeigen, dass jährlich durchschnittlich 9.990 junge Erwachsene in die Stadt zogen, während etwa 9.518 sie verließen. Allerdings geht der Netto-Migrationssaldo dieser Altersgruppe seit 2014 kontinuierlich zurück.
Die Kombination aus junger Bevölkerung und starker Studierendenpräsenz hebt Aachen von anderen deutschen Städten ab. Mit den Ingenieurwissenschaften als tragender Säule des akademischen Lebens zieht die Stadt weiterhin junge Erwachsene an – auch wenn sich die Migrationsströme verändern. Die aktuellen Daten bestätigen ihren Ruf als Bildungsstandort und Magneten für junge Fachkräfte.






