AfD in NRW: Dreifacher Stimmenzuwachs – doch keine Stichwahl-Siege
Evelin KostolzinAfD in NRW: Dreifacher Stimmenzuwachs – doch keine Stichwahl-Siege
Gemischte Ergebnisse für die AfD bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen
Bei den jüngsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnete die AfD ein uneinheitliches Abschneiden. Zwar verdreifachte die Partei ihren Stimmenanteil im Vergleich zu früheren Wahlen, doch scheiterten alle vier Kandidaten in der Stichwahl. Trotz interner Spannungen im rechtspopulistischen Lager und eines landesweiten Ergebnisses unter dem Bundestrend wertete der Landesvorsitzende Martin Vincentz das Resultat als Erfolg.
Die AfD zog mit einem Stimmenanteil von 14,5 Prozent – dreimal so hoch wie zuvor – Aufmerksamkeit auf sich. Dennoch blieb das Ergebnis hinter den bundesweiten Umfragewerten und dem Ergebnis der Bundestagswahl im Februar zurück. Beobachter stellten fest, dass die Partei im Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle spielte und eher ein „Nischenthema“ als ein zentraler Streitpunkt war.
In den Stichwahlen verfehlte jeder AfD-Kandidat den Einzug in die Räte. Auch die absolute Wählerstimmenzahl sank im Vergleich zur ersten Runde – mit Hagen als einziger Ausnahme. Interne Konflikte verschärften die Lage: Rechtsextreme Flügel sollen dem Landesvorsitzenden Martin Vincentz zusätzlich zugesetzt haben.
Ein am 29. September 2025 um 17:05 Uhr auf Westblick veröffentlichter Kommentar bezeichnete die AfD in NRW als „Papiertiger“. Trotz Vincentz’ Optimismus blieb der Einfluss der Partei in der Region laut Analyse begrenzt.
Zwar wuchs der Stimmenanteil der AfD in NRW deutlich, doch gewann sie keine einzige Stichwahl. Bei landesweit 14,5 Prozent und anhaltenden internen Querelen bleibt ungewiss, wie nachhaltig die Partei in der Region Fuß fassen kann. Die Wahlergebnisse zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Hürden für ihre lokalen Ambitionen.






