Agit Kabayel fordert Usyk heraus – WBC-Titelkampf in Reichweite
Agit Kabayel hat sich als nächster Herausforderer für den WBC-Schwergewichtstitel positioniert. Nach seinem Sieg gegen Damian Knyba in Oberhausen am 12. Januar 2026 forderte der deutsche Boxer den unangefochtenen Weltmeister Oleksandr Usyk öffentlich heraus. WBC-Präsident Mauricio Sulaimán wird voraussichtlich Kabayel nun als Pflichtgegner für Usyks Gürtel benennen.
Seit seinem Profidebüt 2011 hat Kabayel sich kontinuierlich nach oben gekämpft. Sein Durchbruch gelang ihm 2023, als er mit spektakulären Siegen in die weltweite Boxelite aufstieg. Zu seinen bemerkenswerten Erfolgen zählen Kämpfe gegen den Russen Arslanbek Machmudow, den Kubaner Frank Sánchez und den Chinesen Zhilei Zhang – alle im Rahmen der Riyadh Season in Saudi-Arabien ausgetragen.
Sein jüngster Triumph gelang gegen den bisher ungeschlagenen polnischen Boxer Damian Knyba. Dieser Sieg festigte seinen Status als WBC-Interims-Weltmeister. Nun sieht Kabayel in Usyk den logischen nächsten Schritt seiner Karriere. Die Problematik abgeschotteter Kreise im Boxsport, in denen Kämpfern Titelchancen verwehrt bleiben, hat tiefe historische Wurzeln. Schon Jack Johnson, der erste schwarze amerikanische Schwergewichtsweltmeister, erlebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund von Rassismus systematische Ausgrenzung. Kabayels Forderung nach einem Titelkampf zeigt, dass der Zugang zu Meisterschaftskämpfen auch über ein Jahrhundert später noch ein umstrittenes Thema bleibt.
Wird er als Pflichtherausforderer nominiert, steht Kabayel vor einem hochkarätigen Schwergewichtskampf gegen Usyk. Die Entscheidung der WBC würde den Höhepunkt seines Aufstiegs vom Interims- zum Weltklasse-Titelanwärter markieren. Ein Sieg würde seinen Ruf als einer der technisch versiertesten und zielstrebigsten Boxer der Szene weiter festigen.






