20 December 2025, 00:55

Allgemeine Debatte im Landtag: Über Milliarden, goldene Gelegenheiten und Glückwünsche

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Brücken, Wasserwegen unter einem bewölkten Himmel, mit sichtbarer Architektur, Bäumen, Gras, Straßen, Fahrzeugen, Menschen, Booten und verschiedenen Gegenständen.

Allgemeine Debatte im Landtag: Über Milliarden, goldene Gelegenheiten und Glückwünsche

Landtagsdebatte in Nordrhein-Westfalen: Milliarden, goldene Chancen und Glückwünsche

Vorspann Der Haushalt 2026 ist im nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedet – für die Opposition Grund genug, mit der Regierung abzurechnen.

Artikeltext Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat nach einer hitzigen Debatte den Haushalt für 2026 verabschiedet. Oppositionsführer Jochen Ott (SPD) eröffnete die Sitzung mit einer Mischung aus Glückwünschen und Kritik und setzte damit den Ton für kontroverse Auseinandersetzungen über Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Die Debatte begann mit Ott, der Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zunächst zu dessen anstehender Vaterschaft gratulierte, bevor er die Bilanz der Landesregierung scharf anging. Er schlug die Wiederbelebung eines landeseigenen Wohnungsbauunternehmens vor, forderte mehr Unterstützung für zivilgesellschaftliche Initiativen und finanzielle Entlastungen für Familien.

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Wüst konterte mit einer grundsätzlichen Stellungnahme und verwies auf externe Herausforderungen für Industrie und Infrastruktur des Landes. Trotz dieser Belastungen zeigte er sich zuversichtlich für die Zukunft Nordrhein-Westfalens. Scharfe Kritik kam von AfD-Abgeordnetem Martin Vincentz, der die Klimaschutz- und Industriepolitik der Regierung als „wirtschaftlichen Selbstmord“ brandmarkte. Zudem kritisierte er die Sicherheitsstrategie des Innenministers als unzureichend. Die grüne Fraktionsvorsitzende Wibke Brems verteidigte den Haushalt, räumte zwar enge finanzielle Spielräume ein, betonte aber die Schwerpunkte auf Kindeswohl und nachhaltige Planung. FDP-Chef Henning Höne hingegen geißelte Kürzungen bei den Hochschulhaushalten und warf der Regierung vor, Großkonzerne auf Kosten breiterer wirtschaftlicher Förderung zu bevorzugen. Schließlich wurde der Haushalt mit den Stimmen der regierenden CDU-Grünen-Koalition verabschiedet.

Der beschlossene Etat spiegelt die Prioritäten der Landesregierung wider – trotz massiver Vorbehalte aus mehreren Oppositionslagern. Nun gehen die Weichenstellungen für Wohnungsbau, Bildung und Wirtschaftsförderung nach dem neuen Finanzplan in die Umsetzung.