05 June 2026, 17:53

Antisemitische Beleidigungen und Gewalt überschatten Fußballspiel in Köln

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Beleidigungen und Gewalt überschatten Fußballspiel in Köln

Ein regionales Fußballspiel hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die Partie zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II endete in einem Eklat, nachdem Spieler über Beschimpfungen und körperliche Angriffe berichtet hatten. Die Behörden ermitteln nun wegen des Vorfalls, der sich am 14. September ereignet hat.

TuS Makkabi Köln sicherte sich mit einem 7:2-Sieg den Sieg gegen TFG 78 Nippes II. Doch die Freude über den Erfolg wurde von Vorwürfen wegen Misshandlungen und Übergriffen überschattet. Berichten zufolge wurden zwei Makkabi-Spieler während des Spiels von einem Gegenspieler angespuckt. Andere Teammitglieder sahen sich zudem verbalen Beleidigungen ausgesetzt, teilweise mit antisemitischem Hintergrund.

Die Angriffe hörten auch nach dem Schlusspfiff nicht auf. Mehrere Makkabi-Spieler wurden nach Spielende körperlich angegriffen. Der Verein hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Köln (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück. Der Club kündigte an, eigene Ermittlungen aufnehmen zu wollen, um den Sachverhalt aufzuklären. Unterdessen hat der Fußballverband Mittelrhein reagiert und für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht an der Sportschule in Hennef angesetzt. Die Ermittler rekonstruieren weiterhin den Ablauf der Ereignisse; derzeit stehen sechs Verdächtige im Fokus der Untersuchungen.

Der Fall wird nun im kommenden Monat vor dem Sportgericht verhandelt. Je nach Ausgang könnten disziplinarische Maßnahmen gegen die Beteiligten verhängt werden. Die Behörden werten weiterhin Beweismaterial aus, darunter Zeugenaussagen und Spielaufnahmen.

Quelle