20 April 2026, 12:32

ARD-Literatursendung Druckfrisch in der Sexismus-Debatte: Denis Schecks scharfe Kritik an Autorinnen

Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines Mannes in einem Anzug, der in einem Stuhl sitzt und eine Frau neben ihm steht, der Text auf der Seite lautet "Die Macht der öffentlichen Meinung".

ARD-Literatursendung Druckfrisch in der Sexismus-Debatte: Denis Schecks scharfe Kritik an Autorinnen

Die Literatursendung Druckfrisch des ARD gerät wegen des Rezensionsstils von Moderator Denis Scheck in die Kritik. In jüngsten Folgen hatte er Bücher von Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy in scharfen Worten verrissen. Beide Autorinnen werfen ihm seitdem eine sexistische Haltung vor.

Der Sender verteidigt die Sendung und betont, dass das Geschlecht bei literarischen Bewertungen keine Rolle spiele. Denis Schecks Kritiken sind für ihren dramatischen Stil bekannt: Bücher, die ihm nicht gefallen, werden während der Sendung durch eine Rutsche in einen Mülleimer befördert. Wie der ARD anmerkte, lobte er in der letzten Folge mehr Werke von Autorinnen, als er kritisierte. Dennoch lösten seine abwertenden Urteile über Passmanns und von Kürthys Bücher eine Welle der Empörung aus.

Sophie Passmann bezeichnete seine Rezension ihres Werks als "nicht nur grausam, sondern vor allem sexistisch". Ildikó von Kürthy ging in einem Essay für Die Zeit auf seine Äußerungen ein. Auch die Schriftstellerin Elke Heidenreich kritisierte in einem eigenen Beitrag für das Magazin Schecks Vorgehen sowie die Rolle des ARD, das dies ermöglicht.

Der Sender entgegnete, Druckfrisch schätze die literarischen Beiträge von Frauen hoch. Misogynie habe in der Sendung keinen Platz, hieß es weiter. Scheck selbst behauptet, seine Kritik richte sich gegen die Bücher – nicht gegen Autorinnen oder Leser:innen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob Schecks Rezensionen die Grenze zum Sexismus überschreiten. Während der ARD an der Neutralität seiner Bewertungen festhält, erheben die betroffenen Autorinnen weiterhin Einwände. Die Diskussion reiht sich ein in eine Serie öffentlicher Auseinandersetzungen über die Grenzen literarischer Kritik.

Quelle