Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer ehemaligen Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Der Kreis Borken und die Stadt Ahaus haben das Projekt genehmigt, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Die Planung läuft bereits auf Hochtouren – mit einem engen Zeitplan, um staatliche Fördergelder zu sichern.
Die Deponie wurde 2008 geschlossen und hinterließ unebenes Gelände, das sich im Laufe der Jahre gesetzt hat. Aufgrund fortlaufender Bodenbewegungen eignet sich das Areal zwar nicht mehr für die meisten Bauvorhaben – für eine Solaranlage ist es jedoch ideal. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) übernimmt die Projektleitung.
Neben der Solarstromerzeugung prüfen die Verantwortlichen, ob sich der Standort auch für großtechnische Energiespeicher nutzen lässt. Damit ließe sich überschüssiger Windstrom zwischenspeichern und so das Angebot besser an die Nachfrage anpassen. Zudem könnte der Solarpark die jährlichen Unterhaltungskosten der Deponie senken – was langfristig zu niedrigeren Müllgebühren für die Haushalte in der Region führen könnte.
Zeitdruck durch Förderfristen Bis Mitte 2025 muss die Anlage fertiggestellt sein, um staatliche Subventionen zu erhalten. Verpasst das Projekt diese Deadline, droht der Verlust der Förderung – ein zusätzlicher Anreiz, die Arbeiten termingerecht abzuschließen.
Aus der stillgelegten Deponie wird so ein funktionaler Energiestandort. Gelingt das Vorhaben, profitieren nicht nur die Anwohner durch sinkende Kosten, sondern auch die regionale Energiewende. Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, ob der Solarpark bis 2025 den Betrieb aufnehmen kann.