10 December 2025, 23:20

Autismus-Kindergarten in Köln steht kurz vor dem Aus – trotz ursprünglicher Zustimmung

Kinder sitzen in der Mitte, ein Wagen rechts mit verschiedenen Gegenständen, ein weißes Objekt in der Nähe, ein Tablett unten links, eine Matte auf dem Boden mit einem Draht und einem roten Objekt darauf.

Autismus-Kindergarten in Köln steht kurz vor dem Aus – trotz ursprünglicher Zustimmung

Geplanter Autismus-Kindergarten in Gefahr

Ankündigung: Im Dezember 2021 hatte der Stadtrat Pläne für einen neuen Kindergarten mit einem Kompetenzzentrum gebilligt. Neben Betreuungsplätzen für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung sollte auf der Odenthaler Straße auch eine Einrichtung für Schulungen und Weiterbildungen entstehen. Nun will die Stadtverwaltung das Projekt aufgeben.

Veröffentlichungsdatum: 10. Dezember 2025, 10:10 Uhr MEZ

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Pläne für eine neue Kindertagesstätte mit einem Autismus-Kompetenzzentrum auf der Odenthaler Straße wurden fallen gelassen. Der Stadtrat hatte das Vorhaben zwar im Dezember 2021 genehmigt, doch die Verwaltung hält es nun für überflüssig. Eine endgültige Entscheidung soll in der Abstimmung am 16. Dezember fallen.

Die Einrichtung sollte vier Gruppen mit insgesamt 66 Plätzen beherbergen, darunter 15 für Kinder mit diagnostizierter oder vermuteter Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Betreiber sollte die Kölner Lebenshilfe werden. Neben der Kinderbetreuung war die Einrichtung auch als Schulungs- und Fortbildungsstätte für Fachkräfte im Bereich Autismus-Förderung vorgesehen.

Aktuelle Erhebungen zeigen jedoch einen Rückgang des Bedarfs: Bis Dezember 2025 benötigen nur noch vier Kinder mit Verdacht auf oder diagnostizierter ASS einen Betreuungsplatz. Zudem haben mehrere andere Träger inzwischen eigene Inklusionsberatungsangebote aufgebaut, sodass ein zentrales Kompetenzzentrum nicht mehr zwingend erforderlich sei, so die Verwaltung.

Anfang November informierte die Stadt die Lebenshilfe Köln über die geplante Aufgabe des Projekts. Als Gründe wurden erhebliche Verzögerungen sowie eine Neubewertung der Kosten-Nutzen-Rechnung genannt. Der Jugendhilfeausschuss wird den Vorschlag vor der Ratsabstimmung später in diesem Monat prüfen.

Falls der Stopp beschlossen wird, endet damit ein Vorhaben, das ursprünglich die inklusive Kinderbetreuung stärken sollte. Die Stadt betont, dass die aktuellen Angebote den Bedarf von Kindern mit ASS bereits decken. Die endgültige Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 16. Dezember.