23 March 2026, 10:39

Baden-Baden feiert John Neumeiers Hommage an Nijinsky und die Ballets Russes

Plakat für eine Pariser Ballettvorstellung im Jahr 1909 mit dem Titel "Saison Russe", das eine gemalte Tänzerin in einer anmutigen Pose zeigt, mit "Opera et Ballet" in fetter Schrift darüber.

Baden-Baden feiert John Neumeiers Hommage an Nijinsky und die Ballets Russes

Baden-Baden richtet vom 2. bis 12. Oktober das Tanzfestival Die Welt des John Neumeier aus

Das Festival würdigt das Erbe von Wasslaw Nijinsky und den Ballets Russes mit Aufführungen, Workshops und einer Ausstellung. Der renommierte Choreograf John Neumeier, der sich von Nijinsky inspirieren ließ, präsentiert eigene Werke sowie historische Stücke.

Eröffnet wird das Festival am 2. Oktober mit einem Ballett-Workshop, den Abschluss bildet Neumeiers Epilog vom 10. bis 12. Oktober. Karten für das Programm 2026 – darunter Illusionen – wie Schwanensee und Der Nussknacker – sind bereits erhältlich.

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Vor über einem Jahrhundert spielte Baden-Baden eine zentrale Rolle in der Ballettgeschichte. Im August 1913 hielt sich Wasslaw Nijinsky im Brenners Parkhotel auf, um mit Sergei Djagilew an einem Bach-Ballett zu arbeiten. Zwar entstanden dort keine neuen Produktionen, doch verfeinerte er Le Sacre du Printemps, ein Stück, das er zuvor in Paris begonnen hatte. Fast zur gleichen Zeit trat Anna Pawlowa am 26. August 1913 im Theater Baden-Baden mit ihrem ikonischen Sterbender Schwan auf. Ihr Besuch hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Streit mit ihrem Tanzpartner die Proben gestört hatte.

Die Ballets Russes mit Stars wie Nijinsky und Pawlowa revolutionierten in den frühen 1900er-Jahren den Spitzentanz. Ihr Einfluss prägte das moderne Ballett – und damit auch Neumeiers Karriere. Sein neues Festival ehrt diese Tradition und zeigt unter anderem Nijinsky, ein Ballett, das Pawlowas Sterbenden Schwan einbezieht. Eine Ausstellung im Stadtmuseum Baden-Baden, die am 3. Oktober eröffnet, präsentiert Neumeiers Sammlung zu Tanz und Ballett und verbindet Vergangenheit mit Gegenwart.

Das Programm für 2026 stößt bereits auf großes Interesse. Der Vorverkauf für Illusionen – wie Schwanensee und Der Nussknacker – beide von Neumeier neu interpretiert – hat begonnen. Den Abschluss des Festivals bildet sein Epilog, ein besinnliches Finale nach zehn Tagen voller Aufführungen und Workshops.

Das Festival verbindet Baden-Badens Ballett-Erbe mit zeitgenössischem Tanz. Neumeiers Werke und die historische Ausstellung unterstreichen die bleibende Wirkung von Nijinsky und Pawlowa. Karten für kommende Vorstellungen, darunter Illusionen – wie Schwanensee, sind an der Festivalkasse erhältlich.

Quelle