16 April 2026, 22:34

Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen PCB-Schäden an Lehrer zahlen

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Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen PCB-Schäden an Lehrer zahlen

Der Chemiekonzern Bayer wurde zur Zahlung von 185 Millionen US-Dollar Schadensersatz verurteilt, nachdem drei Lehrer des Sky Valley Education Center in Monroe, Washington, wegen Hirnschäden klagten, die sie auf die Belastung mit polychlorierten Biphenylen (PCB) zurückführen. Das Urteil folgt auf einen langjährigen Rechtsstreit über Chemikalien, die in den USA seit 1977 verboten sind.

Im Mittelpunkt des Falls steht Monsanto, eine Bayer-Tochter, die PCB bis 1977 herstellte – Jahrzehnte bevor Bayer das Unternehmen 2018 übernahm. Nun häufen sich weitere Klagen: Über 200 Personen behaupten, ähnliche gesundheitliche Probleme durch dieselbe Schule erlitten zu haben. Das Oberste Gericht des Bundesstaates Washington bestätigte die Schadensersatzforderung gegen Monsanto und wies Bayers Berufung zurück. Das Unternehmen hatte argumentiert, die Entscheidung verstoße gegen die US-Verfassung, doch das Urteil bleibt bestehen.

Bayer hat die meisten Klagen aus dem Sky Valley Education Center inzwischen außergerichtlich geregelt, wobei die Einzelheiten vertraulich bleiben. Allerdings sind der Fall Erickson und acht weitere Berufungen noch anhängig. Mittlerweile machen mehr als 200 Betroffene geltend, dass PCB-Belastungen ihre Gesundheitsprobleme verursacht haben.

Unterdessen geht Monsanto selbst juristisch in die Offensive: Der Konzern verklagt ehemalige PCB-Kunden in Missouri und verlangt von ihnen die Übernahme der steigenden Prozesskosten Bayers. Anleger beobachten die Entwicklung genau, denn die Aktienperformance des Unternehmens deutet darauf hin, dass die Aktionäre schnelle Lösungen benötigen.

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Eine kostenlose Analyse vom 30. Oktober skizzierte mögliche nächste Schritte für Bayers Investoren. Das Unternehmen prüfe weitere rechtliche Optionen, so die Mitteilung, doch der finanzielle Druck wächst weiter. Die 185-Millionen-Dollar-Zahlung stellt für Bayer einen erheblichen Verlust dar, während weitere Klagen noch ungelöst sind. Monsantos juristisches Vorgehen gegen ehemalige Kunden fügt dem anhaltenden Streit eine weitere Ebene hinzu. Der Fokus liegt derzeit auf den ausstehenden Berufungen und den nächsten rechtlichen Schritten des Konzerns.

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