19 December 2025, 21:44

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einer Präsentationsfolie.

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Rheinmetalls Automotive-Sparte nach Übernahme vor möglicher Zerschlagung

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Rheinmetalls Automobilzulieferer-Sparte steht nach einer Übernahme vor der drohenden Aufspaltung.

  1. Dezember 2025, 08:26 Uhr

Schlagwörter: Industrie, Finanzen, Luft- und Raumfahrt

Das zivile Geschäft von Rheinmetall, einschließlich der Automobilzulieferer-Sparte, steht vor einer ungewissen Zukunft. Das Unternehmen verhandelt über den Verkauf von Teilen des Bereichs – doch die aktuellen Gebote liegen deutlich unter der ursprünglich angestrebten Bewertung von einer Milliarde Euro. Gleichzeitig verlagern einige Standorte ihren Fokus bereits auf die Rüstungsproduktion.

Noch im Rennen um die Übernahme der Automobil-Sparte sind zwei Private-Equity-Firmen. Die aktuellen Angebote bewegen sich zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro – weit unter den Erwartungen des Konzerns. Potenzielle Käufer sehen nur geringe Synergien zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen der Sparte, weshalb eine Zerschlagung nach einer Übernahme wahrscheinlich ist.

Das Werk in Neuss, einst ein zentraler Standort für Automobilkomponenten, wird derzeit für Verteidigungsprojekte umgerüstet. Im Rahmen eines Joint Ventures mit dem finnischen Start-up Iceye sollen dort Aufklärungssatelliten sowie Türme für das Luftabwehrsystem Skyranger von Rheinmetall gefertigt werden. Unklar ist jedoch, ob der gesamte Standort langfristig in Besitz des Konzerns bleibt oder ob Teile an einen neuen Eigentümer übergehen.

Rheinmetall strebt an, bis Anfang 2026 eine Einigung mit einem der Investoren zu erzielen. Die Zukunft von Tochtergesellschaften wie der Mira GmbH, die zum zivilen Geschäftsbereich gehört, ist noch offen.

Der Verkauf der Automobil-Sparte könnte die zivilen Aktivitäten von Rheinmetall grundlegend verändern – an einigen Standorten rückt die Rüstungsproduktion bereits in den Vordergrund. Sollte es zu einer Transaktion kommen, könnte der Geschäftsbereich aufgespalten werden, während die langfristige Zugehörigkeit des Neuss-Werks weiter ungeklärt bleibt. Die endgültige Entscheidung hängt von den Verhandlungen in den kommenden Monaten ab.