Berenberg übertrifft Commerzbank mit 49 Prozent Gewinnsprung und neuer Aktienstrategie
Eggert StriebitzBerenberg übertrifft Commerzbank mit 49 Prozent Gewinnsprung und neuer Aktienstrategie
Berenberg verzeichnet starkes Wachstum im Jahr 2024
Die Hamburger Privatbank Berenberg meldet für das Jahr 2024 ein kräftiges Wachstum: Das verwaltete Vermögen stieg auf 39 Milliarden Euro – ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig kletterte der Nettogewinn um 49 Prozent auf 82 Millionen Euro. Parallel dazu gab es bedeutende personelle Veränderungen, darunter eine neue Rolle für den erfahrenen Banker Tim Juskowiak.
Zwischen 2020 und 2025 legten die Handelsvolumina der Bank um 45 Prozent zu und erreichten jährlich 250 Milliarden Euro. Treiber dieses Wachstums war vor allem der verstärkte Aktienhandel mit Werten aus dem DAX und MDAX. Damit übertraf Berenberg die Konkurrenz: Die Deutsche Bank verzeichnete ein Plus von 28 Prozent auf 1,2 Billionen Euro, die Commerzbank ein Wachstum von 32 Prozent auf 450 Milliarden Euro. Daten der BaFin und Bankberichte bestätigen Berenbergs Position als führender Spezialist für Mid-Caps unter den deutschen Investmentbanken.
Im Oktober 2023 wurde Peter Kraus zum Leiter des Portfoliomanagements für Aktien befördert. Einen Monat später stieg Tim Juskowiak als Vertriebsmitarbeiter für Festverzinsliche bei Berenberg ein – mit Sitz in Düsseldorf. Mit über 25 Jahren Branchenerfahrung hatte Juskowiak zuvor fast 19 Jahre als Direktor im Aktienvertrieb bei der HSBC gearbeitet. Davor war er im Aktienhandel der WGZ Bank tätig.
Kürzlich wechselte Juskowiak innerhalb von Berenberg vom Vertrieb für Festverzinsliche in den Aktienvertrieb. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Ausrichtung der Bank auf den Aktienbereich als Teil ihrer übergeordneten Wachstumsstrategie.
Die Finanzkennzahlen für 2024 belegen Berenbergs steigenden Einfluss in der deutschen Investmentbanking-Branche. Gewinnwachstum, Vermögensausbau und gestiegene Handelsvolumina gehen einher mit strategischen Neueinstellungen und internen Beförderungen. Diese Entwicklungen festigen den Ruf der Bank als wichtiger Akteur im Mid-Cap-Aktienhandel.