Bergisch Gladbach meistert Reformen und vorgezogene Bundestagswahl 2025 mit Rekordbeteiligung
Evelin KostolzinBergisch Gladbach meistert Reformen und vorgezogene Bundestagswahl 2025 mit Rekordbeteiligung
2025 brachte zahlreiche Veränderungen für die lokalen Verwaltungsdienste in Bergisch Gladbach. Von neuen digitalen Systemen bis hin zu einer vorgezogenen Bundestagswahl 2025 bearbeiteten die Ämter tausende Anträge und führten gleichzeitig Reformen ein. Das Bürgeramt, das Standesamt und die Wahlhelferteams meldeten dabei zentrale Neuerungen in ihren Abläufen.
Das Jahr begann mit der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 am 23. Februar, die vom Fachbereich 3 unter Leitung von Dirk Kürten organisiert wurde. Die Wahlbeteiligung in Bergisch Gladbach lag bei 85 Prozent. Um den Prozess zu bewältigen, richtete das Wahlamt einen direkten Wahlbezirk ein, stellte 20 zusätzliche Aushilfskräfte ein und sicherte alle erforderlichen Wahlunterlagen.
Bis zum 1. Mai traten zwei bedeutende Reformen in Kraft. Die Namensrechtsreform erweiterte die Möglichkeiten bei Ehe- und Familiennamen, was zu einem Anstieg der Rechtsberatungen im Standesamt führte. Gleichzeitig wurden Papier-Passfotos abgeschafft – stattdessen setzen ID-Karten und Pässe nun auf digitale Bilder. Auch das Bürgeramt modernisierte seine Abläufe: An allen Standorten wurden PointID-Systeme eingeführt, die die Beantragung von Ausweisen und Pässen beschleunigten. Zwischen Januar und Oktober stellte das Amt 8.938 Personalausweise, 6.568 Reisepässe und 1.730 vorläufige Papiere aus – ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2024. Das Bürgeramt Innenstadt verzeichnete unterdessen 63.139 Besucher und arbeitete ausschließlich nach Terminvergabe, um Wartezeiten zu verkürzen.
Auch das Standesamt blieb stark ausgelastet: Bis Ende Oktober wurden 1.954 Neugeborene registriert, 8.098 Änderungen des Personenstands bearbeitet und 15.764 Geburtsurkunden ausgestellt. Das Wahlamt bereitete später die Kommunalwahlen am 14. September vor, gefolgt von Stichwahlen für das Bürgermeisteramt und die Stelle des Landrats am 28. September. Hierfür wurden 26.414 Briefwahlunterlagen verschickt und 900 ehrenamtliche Wahlhelfer rekrutiert.
Die Reformen und Wahlen des Jahres 2025 prägten die Art und Weise, wie Bürger mit der lokalen Verwaltung interagierten. Digitale Aufrüstungen, rechtliche Anpassungen und eine hohe Wahlbeteiligung kennzeichneten die administrative Arbeit. Trotz eines leichten Rückgangs bei der Ausstellung von Ausweisen und Pässen im Vergleich zum Vorjahr berichteten die Verantwortlichen von effizienteren Abläufen.






