Bottrop rüstet sich mit 24 Notfall-Informationsstellen gegen Krisenfälle
Wally KlemtBottrop rüstet sich mit 24 Notfall-Informationsstellen gegen Krisenfälle
Die Stadt Bottrop hat ein Netzwerk aus 24 Notfall-Informationsstellen (NIS) eingerichtet, um Bürgerinnen und Bürger bei Stromausfällen und Versorgungsengpässen zu unterstützen. Emilio Pintea, Leiter des Ordnungsamts, stellte die Initiative vor. Die Stellen sollen in Krisenfällen kritische Hilfe leisten, wenn reguläre Dienstleistungen ausfallen.
Die NIS sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt – in Feuerwehrwachen, Krankenhäusern, Polizeistationen, Schulen und Gebäuden von Hilfsorganisationen. Jeder Standort ist deutlich mit einem roten Schild und Strandfahnen gekennzeichnet, auf denen „Notfall-Informationsstelle“ steht. Das Personal vor Ort nimmt Notrufe entgegen, leitet sie per Funk an die Leitstellen weiter und gibt der Bevölkerung wichtige Informationen sowie Verhaltenshinweise.
Mindestens drei Personen – darunter Freiwillige der Feuerwehr, Helfer von Hilfsorganisationen und städtische Mitarbeiter – besetzen jede NIS. Rund 160 Stadtangestellte haben sich bereits bereit erklärt, im Bedarfsfall an der nächstgelegenen Stelle auszuhelfen. Die Einrichtungen sind jedoch nicht für längere Aufenthalte oder die Verteilung von Vorräten ausgelegt. Die Bürger werden daher aufgefordert, selbst für das Nötigste vorzusorgen, etwa Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Bargeld und eine Taschenlampe.
Am 20. September findet eine Großübung statt, bei der alle 24 NIS in vollem Umfang getestet werden. Jeder Standort wird eingerichtet und voll besetzt, um die Einsatzbereitschaft für reale Notfälle zu überprüfen.
Das neue NIS-System soll die Krisenreaktion in Bottrop verbessern. Der Test im September wird zeigen, ob das Netzwerk effektiv funktioniert. Die Bevölkerung wird erneut daran erinnert, für solche Situationen einen Notvorrat griffbereit zu halten.






