24 December 2025, 08:57

Budget für das Haushaltsjahr 2026 Fehlen 30 Millionen Euro

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Brücken und Wasserstraßen unter einem bewölkten Himmel, mit sichtbarer Architektur, Bäumen, Gras, Straßen, Fahrzeugen, Menschen, Booten und verschiedenen Gegenständen.

Budget für das Haushaltsjahr 2026 Fehlen 30 Millionen Euro

Die finanzielle Lage Willichs hat sich weiter verschlechtert, nachdem der Stadtrat am Mittwochabend den Entwurf für den Haushalt 2026 beraten hat. Finanzdezernent Dr. Raimund Berg präsentierte Zahlen, die einen deutlichen Anstieg der Defizite und sinkende Einnahmen zeigen. Der vorgeschlagene Haushaltsplan wird nun vor der endgültigen Abstimmung im kommenden Jahr einer weiteren Prüfung unterzogen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Haushalt 2026 weist ein Fehlbetrag von 29,53 Millionen Euro auf – deutlich höher als frühere Schätzungen. Die laufenden Einnahmen werden voraussichtlich um 4,27 Millionen auf 191,42 Millionen Euro sinken, während die Ausgaben um 13,05 Millionen auf 230,65 Millionen Euro steigen. Auch die Pro-Kopf-Finanzierungslücke der Stadt verschlechtert sich weiter: 2026 wird sie bei 596 Euro liegen – nach 369 Euro im Jahr 2025 und nur 79,40 Euro im Jahr 2024.

Dr. Berg warnte, dass eine langfristige Konsolidierungsstrategie entscheidend sei, um die Finanzen Willichs zu stabilisieren. Allein das Defizit für 2025 ist mittlerweile auf 18,3 Millionen Euro angewachsen – sechs Millionen Euro höher als zunächst prognostiziert. Trotz der angespannten Haushaltslage plant die Stadt, Mittel in zentrale Bereiche zu lenken. Investitionen sollen vor allem in Schulen, Sporteinrichtungen, Straßen und Kindertagesstätten fließen. Zudem sind zusätzliche Ausgaben für Kultureinrichtungen, Brandschutzmaßnahmen und den Ankauf von Grundstücken für Wohnbauprojekte vorgesehen. Zunächst werden der Haushaltsentwurf und der mittelfristige Finanzplan vom Rat geprüft. Die endgültige Entscheidung soll in einer Sitzung 2025 fallen.

Der Haushalt 2026 unterstreicht die wachsenden finanziellen Herausforderungen Willichs: Die Einnahmen gehen zurück, während die Defizite steigen. Die geplanten Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Leistungen werden zwar umgesetzt, doch bleibt ein Sanierungsplan unverzichtbar, um die wachsende Haushaltslücke zu schließen.