Bundesbank will Bargeld auf Fünf-Cent-Beträge runden – was das bedeutet
Wally KlemtBundesbank will Bargeld auf Fünf-Cent-Beträge runden – was das bedeutet
Die Bundesbank hat einen Plan vorgelegt, Bargeldzahlungen in Deutschland auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag zu runden. Mit diesem Schritt sollen die Kosten für die Herstellung von Münzgeld gesenkt werden.
Der Vorschlag folgt auf eine Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2023, die zeigt, dass Bargeld nach wie vor beliebt ist: Fast die Hälfte aller Einkäufe im Einzelhandel wird weiterhin mit Scheinen und Münzen bezahlt. Nach der neuen Regel würden Preise wie 3,99 Euro auf 4,00 Euro aufgerundet, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden – allerdings nur bei Barzahlung.
Mehrere europäische Länder setzen bereits ähnliche Systeme ein, darunter Finnland, die Niederlande, die Slowakei und Belgien. Keines dieser Länder hat jedoch Ein- und Zwei-Cent-Münzen vollständig aus dem Umlauf genommen. Auch der Bundesbank-Plan sieht kein generelles Verbot der Kleinstmünzen vor, würde ihren Einsatz im täglichen Einkauf aber deutlich reduzieren.
In Deutschland testen bereits einige Supermarktketten in Nordrhein-Westfalen das Runden an der Kasse – und viele Kundinnen und Kunden stehen der Idee offen gegenüber. Ein vollständiger Verzicht auf die kleinsten Münzen wäre jedoch nur mit Änderungen auf EU-Ebene möglich, da der Euro von der Europäischen Union verwaltet wird.
Im Mittelpunkt des Bundesbank-Vorschlags steht die Kostensenkung bei gleichzeitiger Praktikabilität von Bargeldzahlungen. Würde der Plan umgesetzt, würde sich Deutschland anderen EU-Ländern anschließen, die Kleinstbeträge bereits vereinfacht abwickeln. Karten- und Digitalzahlungen blieben von der Änderung unberührt und würden weiterhin die exakten Beträge anzeigen.






