Bundeswehr startet großangelegte Militärübung auf altem NATO-Gelände in Mönchengladbach
Evelin KostolzinBundeswehr startet großangelegte Militärübung auf altem NATO-Gelände in Mönchengladbach
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die Bundeswehr nutzt für die einwöchigen Manöver das verlassene Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ). Anwohner müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass von der Übung keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht.
Die Übung wird auf dem 471 Hektar großen Gelände des früheren JHQ stattfinden – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht. Die Anlage wurde 1954 eröffnet und diente einst als Hauptquartier der britischen Streitkräfte sowie als Teil eines NATO-Komplexes. Seit der Schließung 2013 fanden dort keine militärischen oder zivilen Übungen mehr statt.
Etwa 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen werden an der Übung teilnehmen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationsabläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Während des Trainings werden lediglich Platzpatronen – keine scharfe Munition – verschossen.
Das verlassene Gelände wird normalerweise von Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams genutzt. Diesmal übt die Bundeswehr die Krisenkommunikation mit der Zivilbevölkerung in einem simulierten Verteidigungsszenario.
Die einwöchige Übung soll zeigen, wie effektiv die Streitkräfte in einer potenziellen Krise mit der Bevölkerung zusammenarbeiten. Zwar könnten laute Knallgeräusche zu hören sein, doch die Behörden betonen, dass es sich ausschließlich um eine Übung handelt. Die Größe und Abgeschiedenheit des Geländes machen es ideal für großangelegte Manöver.