Business Forum 2026: Wie der Kreis Steinfurt Fördergelder für Digitalisierung und Nachhaltigkeit nutzt
Eggert StriebitzBusiness Forum 2026: Wie der Kreis Steinfurt Fördergelder für Digitalisierung und Nachhaltigkeit nutzt
Rund 70 Führungskräfte aus der Wirtschaft trafen sich in den Räumlichkeiten der Wilken Software Group in Greven zum Business Forum 2026. Die von WESt und der NRW.BANK gemeinsam ausgerichtete Veranstaltung stand im Zeichen von Fördermöglichkeiten angesichts des wirtschaftlichen Wandels. Die Teilnehmer diskutierten Wege, um in Wachstum, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu investieren – und so die Zukunft des Kreises Steinfurt mitzugestalten.
Unter dem Motto "Förderchancen nutzen, Zukunft gestalten" eröffnete Prof. Dr. Manuel Rupprecht die Konferenz mit einem Impulsvortrag. Er analysierte globale wirtschaftliche Verschiebungen und deren Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand – also kleine und mittlere Unternehmen. Rupprecht betonte, dass diese Entwicklungen eine schnellere Anpassung und mehr Innovationskraft erfordern.
Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, unterstrich die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region. Zwar gebe es neue Herausforderungen, doch böten sich Unternehmen auch Chancen, durch gezielte Investitionen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, pflichtete ihm bei und rief die Firmen auf, die vorhandenen Förderangebote mutig zu nutzen.
Seit der COVID-19-Krise hat Nordrhein-Westfalen sein Förderangebot deutlich ausgebaut. Programme wie die NRW.BANK-Digitalisierungsoffensive (2023) gewähren nun Zuschüsse von bis zu 50 Prozent für KI- und Cloud-Lösungen. Die Transformationskredite NRW (2024) bieten günstige Darlehen von bis zu fünf Millionen Euro für grüne und digitale Projekte. EU-geförderte Initiativen wie Digitales NRW unterstützen zusätzlich kleine und mittlere Betriebe bei der Einführung neuer Technologien.
Guido Hellmer von der NRW.BANK und Varvara Leinz vom WESt-Geschäftsbereich Unternehmensservice stellten konkrete Finanzierungsmöglichkeiten vor. Sie erläuterten den neuen Transformationskredit sowie weitere Förderprogramme, die Investitionen in Energieeffizienz, E-Mobilität und Weiterbildung erleichtern sollen. Ziel der Diskussionen war es, lokalen Unternehmen den Zugang zu Förderinstrumenten zu ebnen und den wirtschaftlichen Wandel in Wachstum umzumünzen.
Das Forum zeigte auf, wie Betriebe konkrete Schritte gehen können, um Fördergelder zu beantragen und Innovation voranzutreiben. Mit den erweiterten Programmen der NRW.BANK und EU-Initiativen verfügen Unternehmen im Kreis Steinfurt nun über mehr Ressourcen, um in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu investieren. Die Veranstalter betonten, dass schnelles und strategisches Handeln entscheidend sein werde, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig zu sichern.