Christian Keller bricht nach Köln-Rauswurf sein Schweigen – und übt scharfe Kritik
Wally KlemtChristian Keller bricht nach Köln-Rauswurf sein Schweigen – und übt scharfe Kritik
Christian Keller hat sich nach seinem überraschenden Abgang beim 1. FC Köln geäußert. Der ehemalige Sportdirektor wurde Anfang Mai 2025 – kurz vor dem gelungenen Aufstieg der Kölner – von seinen Pflichten entbunden. Sein Ausscheiden erfolgte zeitgleich mit dem von Cheftrainer Gerhard Struber nach einem 1:1 gegen Jahn Regensburg.
Keller blickt nun kritisch auf die Entscheidung zurück und hinterfragt den Kurswechsel des Vereins, der sich damit von seiner langfristigen Strategie der Stabilität und Nachhaltigkeit entferne.
Sein Rauswurf kam überraschend, angesichts des Aufstiegsdrangs der Kölner. Keller argumentiert, dass eine verpasste Chance oder ein Remis kein Grund sein dürften, einen Trainer zu entlassen. Seine Frustration erstreckt sich auch auf den Umgang des Vereins mit Spielerforderungen – insbesondere die Forderung, Said El Mala einen festen Stammplatz zu garantieren, was er als unrealistisch bezeichnete.
Trotz des abrupten Endes hegt Keller keinen Groll. Er anerkennt zwar das Recht des Vereins auf Veränderungen, kritisiert jedoch Zeitpunkt und Begründung. Seit seinem Abschied hat Thomas Kessler die sportliche Leitung übernommen und soll bis Ende 2025 offiziell zum Geschäftsführer ernannt werden.
Für die Zukunft prüft Keller seine Optionen. Er habe zwar Angebote für Führungspositionen außerhalb des Fußballs erhalten, bleibe aber einem Comeback im Sport gegenüber offen. Bisher habe sich jedoch keine passende Rolle im Profifußball ergeben.
Kellers Abgang markiert einen Wendepunkt für den 1. FC Köln, der unter neuer Führung in eine neue Ära startet. Seine Äußerungen unterstreichen die Spannung zwischen kurzfristigem Erfolg und langfristiger Planung. Unterdessen bleibt sein nächster Karriereschritt ungewiss – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fußballs werden noch Möglichkeiten geprüft.






