21 March 2026, 00:44

Christian Ulmen: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und sexuelle Belästigung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernstem Gesichtsausdruck und einer Frau, die leicht schmunzelnd wegsieht.

Christian Ulmen: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und sexuelle Belästigung vor

Christian Ulmen, deutscher Komiker und Moderator, sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefongespräche mit sexuellen Inhalten geführt zu haben. Die Anschuldigungen bringen die Diskussion über seine umstrittenen TV-Rollen wieder in Schwung, in denen er häufig manipulative oder herabwürdigende Charaktere spielte.

Fernandes bezeichnete sein Verhalten als "virtuelle Vergewaltigung" und betonte, dass das Überschreiten von Grenzen Teil seines Auftretens gewesen sei – oft auf Kosten von Frauen.

Ulmen wurde in den mittleren 2000er-Jahren mit Mein neuer Freund bekannt, einer Reality-Show, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" verkörperte. Sein Charakter – meist arrogant und kontrollierend – sabotierte Beziehungen, indem er sich vor der Familie der Frau absichtlich danebenbenahm, bis diese die Beziehung beendete.

Später moderierte er bei Tele 5 die satirische Spielshow Wer will meine Freundin vögeln? (Who Wants to Fuck My Girlfriend?), in der Männer gegeneinander antraten, um zu beweisen, dass ihre Freundin die begehrenswerteste sei. Die Kandidaten mussten sich peinlichen Herausforderungen stellen, während Ulmen – mit schief sitzender Zahnprothese – das Spektakel anheizte. Das Format wurde für die Objektifizierung von Frauen scharf kritisiert.

Fernandes' Vorwürfe werfen nun ein düsteres Licht auf diese Rollen. Sie behauptet, Ulmen habe sie im Internet imitiert, pornografisches Material unter ihrem Namen verbreitet und explizite Gespräche geführt. Im Netz formiert sich Solidarität mit ihr, inspiriert von den Worten der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Fernandes' Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, hat eine breitere Debatte über Verantwortung in der Unterhaltungsbranche ausgelöst.

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Schon 2010, als die Beziehung zwischen Fernandes und Ulmen bekannt wurde, gab es Skepsis – angesichts seines Rufs als scharfzüngiger Provokateur. Heute fügt sich ihr Bericht in eine wachsende Liste von Fällen ein, in denen Frauen mächtige Männer der Übergriffe bezichtigen – Vorfälle, die, wie sie sagt, nur allzu real sind.

Die Anschuldigungen gegen Ulmen folgen einem Muster, das sich auch in anderen prominenten Fällen zeigt, in denen Männer beschuldigt werden, Frauen ausgenutzt zu haben. Seine TV-Vergangenheit als manipulative Figur verstärkt die kritische Prüfung seines Verhaltens. Gleichzeitig wirft der Fall die Frage auf, wie stark das öffentliche Bild von Prominenten mit ihrem realen Handeln verschmilzt – und welche Verantwortung Medien und Unterhaltungsindustrie tragen.

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