Corny Littmanns 50 Jahre Theater: Wie er Hamburgs Kultur prägte
Paulina MangoldTheaterregisseur Corny Littmann feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum - Corny Littmanns 50 Jahre Theater: Wie er Hamburgs Kultur prägte
Corny Littmann, der bekannte Theaterregisseur und Schauspieler, feiert am 13. Januar sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. Seine Karriere erstreckt sich über Jahrzehnte und hat Hamburgs lebendige Theaterszene maßgeblich geprägt. Von der Gründung der ersten offen schwulen Theatergruppe Deutschlands bis zur Leitung ikonischer Spielstätten bleibt sein Einfluss ungebrochen.
Geboren 1952 in Münster, zog Littmann mit 15 Jahren nach Hamburg. Dort gründete er 1976 gemeinsam mit anderen Brühwarm, Deutschlands erste offen schwule Theatergruppe. Sechs Jahre später startete er mit Gunter Schmidt die Tourneetheatergruppe Familie Schmidt.
1982 eröffneten die beiden das Schmidt Theater an der Reeperbahn, wo am 8. August 1988 die Premiere von Sag „Bitte“ und ich singe stattfand. Die Spielstätte entwickelte sich schnell zu einer kulturellen Institution. 1991 folgte mit Schmidts Tivoli ein weiteres Projekt, das Varieté und Laienkunst vereinte. Die Schmidt Midnight Show erlangte bundesweite Bekanntheit, nachdem der NDR sie ins Programm aufnahm.
Littmanns Wirken beschränkt sich nicht auf die Leitung der Häuser. Er inszeniert und steht selbst auf der Bühne, oft in Rollen als „gebrochene Charaktere“. 2015 erweiterte er sein Imperium mit dem Schmidtchen, einer kleineren Spielstätte, die die theaterkulturelle Vielfalt der Reeperbahn bereichert.
Heute leitet Littmann vier Spielstätten: das Schmidt Theater, Schmidts Tivoli, das Schmidtchen und die Familie Schmidt. Sein 50-jähriges Schaffen zeugt von einem tiefen Engagement für mutiges, inklusives Theater. Unter seiner Führung blüht die kulturelle Landschaft der Reeperbahn weiter auf.






