10 February 2026, 03:08

Deutsche Telekom erhöht Preise für Altverträge – Kunden vor schwieriger Entscheidung

Ein altes deutsches Wertpapier, ausgestellt von der deutschen Regierung, mit gedrucktem Text und handgeschriebenen Zahlen.

Deutsche Telekom erhöht Preise für Altverträge – Kunden vor schwieriger Entscheidung

Die Deutsche Telekom hat Preiserhöhungen für ältere Festnetzverträge angekündigt, die ab April 2026 für Kunden gelten sollen. Die Maßnahme sieht vor, die monatlichen Gebühren für langjährige Nutzer bestimmter Tarife um 2,00 Euro anzuheben. Investoren und Analysten beobachten nun genau, wie sich dieser Schritt auf die Kundenbindung und die finanzielle Performance des Unternehmens auswirken wird.

Gleichzeitig kauft der Konzern weiterhin eigene Aktien zurück – allein im Jahr 2026 wurden bereits über 7,6 Millionen Papiere vom Markt genommen. Diese Entwicklungen fallen in die Zeit vor dem Quartalsbericht für das vierte Quartal 2025, der am 26. Februar 2026 veröffentlicht wird.

Die Preisanpassung betrifft Altverträge, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, darunter die beliebten Pakete "MagentaZuhause" und "Call & Surf". So steigt etwa die Grundgebühr für den Tarif "MagentaZuhause L" von 44,95 Euro auf 46,95 Euro pro Monat. Betroffene Kunden erhalten ein dreimonatiges Sonderkündigungsrecht, um ihren Vertrag ohne zusätzliche Kosten zu beenden.

In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Telekom ihr Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt. In der Woche vom 2. bis 6. Februar 2026 erwarb das Unternehmen über 1,3 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 29,61 Euro. Dies ist Teil eines größeren Trends im Jahr 2026, in dem bereits mehr als 7,6 Millionen Aktien vom Markt genommen wurden – ein Schritt, der langfristig den Gewinn pro Aktie steigern soll.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die anstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025. Besonders im Fokus steht, ob sich die jüngsten Investitionen des Konzerns in KI-Infrastruktur bereits auszahlen. Marktbeobachter werden zudem genau verfolgen, wie sich die Preiserhöhungen auf die Kundenabwanderung auswirken und wie viele Nutzer dem Unternehmen treu bleiben oder kündigen.

Die neuen Preise treten im April 2026 in Kraft. Betroffene Kunden haben dann ein begrenzes Zeitfenster, um über die Zukunft ihrer Verträge zu entscheiden. Der nächste Quartalsbericht der Deutschen Telekom am 26. Februar 2026 wird weitere Einblicke geben, wie sich die Tarifanpassungen und die Aktienrückkäufe auf die finanzielle Entwicklung des Unternehmens auswirken. In den kommenden Monaten wird vor allem eine Frage im Mittelpunkt stehen: Kann der Konzern seine Kunden halten und gleichzeitig die Umsätze steigern?