28 December 2025, 19:18

Deutsche Telekom setzt auf KI-Gigafactory – doch Kundenservice gerät unter Beschuss

Eine Gruppe von Menschen, die um einen Tisch herum auf Stühlen sitzen und in einen Laptop schauen, mit mehreren Flyern mit verschiedenen Werbeanzeigen daneben.

Deutsche Telekom setzt auf KI-Gigafactory – doch Kundenservice gerät unter Beschuss

Deutsche Telekom stärkt Position in KI – doch Kundenservice steht in der Kritik

Die Deutsche Telekom baut ihre Aktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz aus, sieht sich aber gleichzeitig mit Vorwürfen wegen fragwürdiger Verbraucherpraktiken konfrontiert. Gemeinsam mit der Schwarz Gruppe plant der Konzern eine europäische "KI-Gigafactory", um die Abhängigkeit von US-Techgiganten wie Microsoft und Amazon zu verringern. Unterdessen erhält die US-Tochter T-Mobile weiterhin Lob von Analysten für ihre marktbeherrschende Stellung.

Finanziell steht das Unternehmen vor wichtigen Updates: Die Quartalszahlen für das vierte Quartal werden Anfang 2026 erwartet, die geplante Dividendenausschüttung soll im April 2026 erfolgen.

Europas Weg in die KI-Souveränität: Die "Gigafactory"-Pläne Die Deutsche Telekom und der Handelsriese Schwarz Gruppe treiben den Bau einer europäischen "KI-Gigafactory" voran. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer unabhängigen KI-Infrastruktur, die die Abhängigkeit von US-Hyperscalern wie Microsoft, Amazon Web Services und Google reduziert. Gelingt das Vorhaben, könnte dies für den Telekommunikationskonzern ein lukratives neues Geschäftsfeld im B2B-Bereich eröffnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Vorhaben hat bereits das Interesse des kanadischen Investors Brookfield geweckt, der in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine finanzielle Beteiligung ist. Auch die Europäische Union prüft eine Förderung in Höhe von bis zu 20 Milliarden Euro – die Gespräche dazu laufen noch. An der Börse notiert die Aktie der Deutschen Telekom derzeit knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine Konsolidierungsphase hindeutet. Analysten schätzen den fairen Wert der Papiere zwischen 37 und 39 Euro ein. Für 2025 hat das Unternehmen eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie avisiert, die im April 2026 ausgezahlt werden soll. Weitere Einblicke in die Geschäftsentwicklung geben die Quartalszahlen, die am 26. Februar 2026 veröffentlicht werden.

T-Mobile US glänzt – doch in Deutschland hagelt es Kritik In den USA bleibt T-Mobile US, die Tochter der Deutschen Telekom, ein Star am Markt. Die Investmentbank KeyBanc Capital Markets bestätigte kürzlich ihre positive Einschätzung und verwies auf die starke Wettbewerbsposition des Unternehmens. Doch in der Heimat gerät der Konzern zunehmend unter Druck: Das Verbraucherzentrale Niedersachsen wirft der Telekom vor, mit sogenannten "Dark Patterns" – irreführenden Design-Tricks im Online-Auftritt – Kunden die Kündigung von Verträgen bewusst zu erschweren. Die Vorwürfe kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da das Unternehmen gleichzeitig seine KI-Ambitionen vorantreibt.

KI als Schlüssel für die Zukunft – doch Regulierung und Finanzen bleiben Herausforderungen Der Erfolg der "KI-Gigafactory" könnte maßgeblich über die künftige Aktienperformance der Deutschen Telekom entscheiden. Mit möglicher EU-Förderung und Investoreninteresse hat das Projekt das Potenzial, die europäische KI-Landschaft nachhaltig zu prägen. Gleichzeitig muss der Konzern die regulatorischen Bedenken im Umgang mit Kunden ausräumen – und dabei weiterhin solide Finanzkennzahlen vorlegen. Die Balance zwischen Innovation und Verbraucherschutz wird für die Telekom in den kommenden Monaten entscheidend sein.