Digitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang
Eggert StriebitzDigitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang
DigitalPakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen die Einigung – doch die Mängelliste bleibt lang
Solingen – Nach über einem Jahr Stillstand gibt es endlich Bewegung bei der digitalen Ausstattung der Schulen: Bund und Länder haben sich auf den DigitalPakt 2.0 verständigt. In Solingen wird die Entscheidung grundsätzlich begrüßt – von Euphorie kann jedoch keine Rede sein. Zu viele Baustellen gibt es noch, zu zahlreich sind die Geräte, die seit Langem kaputt in den Regalen stehen.
Ein neues Abkommen zum DigitalPakt 2.0 zwischen Bund und Ländern soll die digitale Infrastruktur an Schulen verbessern. Das 5-Milliarden-Euro-Paket zielt darauf ab, Klassenzimmer zu modernisieren – doch in Solingen fällt die Reaktion verhalten aus, denn die Probleme bestehen fort. Viele Geräte in den Schulen der Stadt sind seit Jahren defekt oder ungenutzt, was bei Verantwortlichen Skepsis gegenüber früheren Verzögerungen weckt.
Der Bund übernimmt die Hälfte der 5 Milliarden Euro, die andere Hälfte von 2,5 Milliarden Euro bringen die Länder auf. Der auf fünf Jahre angelegte Plan gibt Schulen wie denen in Solingen dringend benötigte Planungssicherheit für Investitionen. Allerdings fällt das Budget geringer aus als beim ersten DigitalPakt, und die Länder können ihre eigenen Ausgaben von den Bundesmitteln abziehen.
Monatelang herrschte in Solingen Unklarheit über die Finanzierung, sodass Reparaturen und Neuanschaffungen auf Eis lagen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), eine Lehrergewerkschaft, fordert nun eine zügige und bürokratiearme Verteilung der Gelder. Zudem verlangt der Verband klare Regeln, wie die Mittel eingesetzt werden dürfen, und frühzeitige Gespräche über einen DigitalPakt 3.0, um künftige Finanzierungslücken zu vermeiden. Der VBE betont, dass es nicht ausreiche, veraltete Geräte einfach nur zu ersetzen. Schulen bräuchten moderne Unterrichtsmethoden, eine KI-taugliche Infrastruktur und bessere digitale Fortbildungen für das Personal. Zwar sei der Pakt ein Schritt in die richtige Richtung – doch langfristige Lösungen stünden noch aus, so lokale Verantwortliche.
Der DigitalPakt 2.0 bietet Solingens Schulen die Chance, veraltete Technik zu erneuern und die Zukunft zu planen. Nun wartet die Stadt auf eine schnelle Freigabe der Mittel, um jahrelang vernachlässigte Reparaturen nachzuholen. Ohne weitere Verzögerungen könnte der Pakt helfen, die Kluft zwischen aktuellem Bedarf und modernem digitalem Lernen zu schließen.






