31 January 2026, 05:17

Dorothee Bär erhält Karnevalsorden für politischen Humor und Menschlichkeit

Ein Mann im Anzug und Krawatte steht an einem Rednerpult und hält eine Auszeichnung in der Hand, mit einem Mikrofon und einer Tafel am Rednerpult.

Dorothee Bär erhält den 'Froschorden' - Dorothee Bär erhält Karnevalsorden für politischen Humor und Menschlichkeit

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär erhält am kommenden Samstag in Aachen den Orden gegen tödlichen Ernst. Die von der Aachener Karnevalsgesellschaft (AKV) verliehene Auszeichnung würdigt ihren humorvollen Umgang mit der Politik. Bär ist damit die 76. Preisträgerin und reiht sich in eine illustre Liste ein, zu der auch die früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer und Helmut Schmidt zählen.

Die AKV hob Bärs Witz als persönliche Marke und politisches Werkzeug hervor. In einer Stellungnahme betonte der Verein, wie ihr Humor dazu beitrage, Gräben in der öffentlichen Debatte zu überbrücken. Die Ministerin selbst bezeichnete die Ehrung als "große Ehre" und verwies auf die Bedeutung von Menschlichkeit und Selbstironie im Amt.

Bär folgt damit Monika Scheinost, einer früheren Preisträgerin, deren Hintergrund in öffentlichen Unterlagen jedoch unklar bleibt. Bei der diesjährigen Verleihung wird Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Laudatio halten. Seine Beteiligung verleiht der Veranstaltung eine überparteiliche Note.

Der Orden hat eine lange Tradition darin, Politikerinnen und Politiker auszuzeichnen, die Ernsthaftigkeit mit Leichtigkeit verbinden. Zu den früheren Preisträgern zählen Persönlichkeiten aus Jahrzehnten – von Nachkriegspolitikern bis hin zu aktuellen Figuren wie Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Wahl Bärs unterstreicht ihren besonderen Stil in einem Umfeld, das oft für seine Steifheit kritisiert wird.

Die feierliche Übertragung findet am Samstagabend in Aachen statt und markiert Bärs offiziellen Eintritt in den exklusiven Kreis der Geehrten. Ihre Auszeichnung spiegelt eine wachsende Wertschätzung für Humor als politisches Kapital wider. Gleichzeitig rückt die Veranstaltung die Rolle der Persönlichkeit im öffentlichen Dienst in den Fokus.