23 May 2026, 10:30

Dortmunder Landgericht verurteilt Mann wegen Totschlags an Ex-Freundin zu zehn Jahren Haft

Freundin nach Beziehungskrise erstochen: Zehn Jahre Haft

Freundin nach Beziehungskrise erstochen: Zehn Jahre Haft - Dortmunder Landgericht verurteilt Mann wegen Totschlags an Ex-Freundin zu zehn Jahren Haft

Ein 33-jähriger Mann ist vom Landgericht Dortmund wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Im Mittelpunkt des Falls stand die Messerattacke auf seine Freundin im Januar 2025, nachdem diese herausgefunden hatte, dass er seinen Job verloren und dies wochenlang verschwiegen hatte. In der Urteilsbegründung wurde seine langjährige psychische Labilität als Faktor für die Tat gewertet.

Der Vorfall begann, als die Freundin des Mannes entdeckte, dass er seit Wochen arbeitslos war – entgegen seiner bisherigen Behauptungen. Diese Enthüllung löste laut Gerichtsfeststellungen Gefühle von Scham, Eifersucht und Wut bei ihm aus. Als sie ihn verlassen wollte, erstach er sie in ihrer gemeinsamen Wohnung.

Nach der Tat blieb er noch drei weitere Tage in der Wohnung, bevor die Polizei ihn in Bremerhaven aufspürte. Bei seiner Festnahme schoss er sich mit einer Gaswaffe in die Stirn.

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Die Staatsanwaltschaft hatte ihn zunächst des Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt. Dieser Vorwurf wurde jedoch fallengelassen, und das Gericht verurteilte ihn stattdessen wegen Totschlags. Im Urteil wurde seine Vorgeschichte psychischer Probleme hervorgehoben, allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Der Mann muss für die Tötung ein Jahrzehnt im Gefängnis verbüßen. Das Gericht berücksichtigte zwar seinen labilen Geisteszustand, milderte die Strafe jedoch nicht ab. Eine Berufung bleibt möglich, bis das Urteil in Kraft tritt.

Quelle