Dortmunder Nordstadtliga erhält Julius-Hirsch-Preis für soziales Engagement im Fußball
Eggert StriebitzDortmunder Nordstadtliga erhält Julius-Hirsch-Preis für soziales Engagement im Fußball
Dortmunds Nordstadtliga erhält bundesweite Anerkennung für ihre Arbeit mit Jugendlichen
Die Nordstadtliga aus Dortmund ist für ihr Engagement mit jungen Menschen national ausgezeichnet worden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlieh der Liga den renommierten Julius-Hirsch-Preis. Anders als bei klassischen Wettbewerben steht hier nicht allein der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern Fairplay, Respekt und Eigenverantwortung.
Die Nordstadtliga startete als Projekt, um benachteiligten Kindern den Zugang zum Fußball heute zu ermöglichen und gleichzeitig soziale Werte zu vermitteln. Gegründet wurde sie von Mirza Demirović, einem ehemaligen Flüchtling aus Bosnien, der mit 16 Jahren nach Dortmund kam. Mittlerweile zählt die Liga fast 16.000 Teilnehmer:innen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den anfänglichen 2.000. In der letzten Saison nahmen rund 50 Mannschaften teil, darunter seit drei Jahren auch eine Mädchenliga, die Nordstadtqueens, die parallel zum Jungenwettbewerb läuft.
Das zwölfwöchige Turnier wird vom Jugendamt Dortmund und der „Leuchte auf“-Stiftung von Borussia Dortmund unterstützt. Statt Pokale für Siege gibt es den Respekt-Pokal, der für vorbildliches Fairplay und Teamgeist vergeben wird. Die Gewinner:innen dürfen ein Training mit dem BVB absolvieren und werden bei einer offiziellen Feier im Stadion geehrt. Demirović, heute Leiter der Liga, sorgt dafür, dass der Fokus auf Verantwortung und Selbstorganisation bleibt. Auch BVB-Star Karim Adeyemi wird sich im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements mit den Teilnehmenden austauschen.
Der Julius-Hirsch-Preis unterstreicht die Bedeutung der Nordstadtliga über den Fußball heute hinaus. Die Liga wächst weiter und bietet tausenden Kindern die Möglichkeit, Teamfähigkeit und Respekt zu entwickeln. Mit der Unterstützung lokaler Organisationen und des BVB wird ihr Einfluss in der Gemeinschaft voraussichtlich noch weiter zunehmen.






