Drei Tote in Dortmund: Warum Obdachlose im eisigen **Wetter** keine Hilfe finden
Evelin KostolzinDrei Tote in Dortmund: Warum Obdachlose im eisigen **Wetter** keine Hilfe finden
Dortmund steht unter wachsendem Druck, Notunterkünfte für Obdachlose bereitzustellen – nach drei Todesfällen in den letzten Wochen
Ein obdachloser Mann starb in der Heiligabendnacht im Freien, während er neben einer weiteren Person schlief. Aktivisten warnen nun, dass ohne sofortiges Handeln weitere Menschenleben verloren gehen könnten.
Seit November sind in Dortmund drei Obdachlose gestorben – vermutlich aufgrund der eisigen Temperaturen. Über 500 Menschen in der Stadt haben derzeit keinen sicheren Schlafplatz und sind damit schutzlos extremen Wetterbedingungen ausgesetzt.
Pläne für zusätzliche Notbetten in der Nähe des Hauptbahnhofs scheiterten im Dezember, nachdem der Eigentümer des Grundstücks seine Zustimmung zurückzog. Die Stadtverwaltung betont, dass bestehende Unterkünfte, darunter eine Notaufnahme in der Nähe des Zoos, ausreichend Kapazitäten böten. Doch Bastian Pütter von bodo e.V. kritisiert, dass diese Einrichtungen zu weit vom Stadtzentrum entfernt lägen, wo sich viele Obdachlose aufhielten.
Pütter fordert unverzügliche Alternativen, etwa die Öffnung einer U-Bahn-Ebene für Übernachtungen oder die Schaffung weiterer Notunterkünfte. Ohne schnelle Lösungen, so seine Warnung, könnten in diesem Winter noch mehr Obdachlose erfrieren. Viele in der Gemeinschaft berichten angesichts der jüngsten Todesfälle von einer existenzbedrohenden Situation.
Bisher hat die Stadt noch keine neuen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise angekündigt. Aktivisten drängen weiterhin auf leicht zugängliche Unterkünfte in zentraler Lage. Ohne Veränderungen bleibt das Risiko weiterer Todesfälle hoch – besonders bei sinkenden Temperaturen.






