Duisburger Polizei geht mit harten Kontrollen gegen gefährliches Fahren vor
Evelin KostolzinDuisburger Polizei geht mit harten Kontrollen gegen gefährliches Fahren vor
Die Polizei in Duisburg hat im Rahmen einer neuen Verkehrssicherheitskampagne hart gegen gefährliches Fahren durchgegriffen. Vom 18. bis 21. Januar führten Beamte gezielte Kontrollen auf der Autobahn A59 und im gesamten Stadtgebiet durch. Bei der Aktion gab es Hunderte von Bußgeldern, Fahrzeugbeschlagnahmungen und sogar eine Strafanzeige.
Die Maßnahme ist Teil der landesweiten #LIFE-Strategie von Nordrhein-Westfalen, die schwere Verkehrsunfälle reduzieren soll. Während der viertägigen Kontrollwelle konzentrierten sich die Beamten auf Rasen, die Nutzung des Handys am Steuer sowie Fahren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.
Ein besonders eklatanter Vorfall betraf eine 30-jährige Frau, die auf der A59 beim Scrollen durch TikTok während der Fahrt erwischt wurde. Die Polizei bestätigte, dass sie sowohl Fahrer als auch Halterin des Fahrzeugs war, ihr Name wurde jedoch nicht veröffentlicht. An anderer Stelle wurde eine 21-Jährige auf der Wanheimer Straße bestraft, weil sie ihr Handy bediente, um während der Fahrt ein Lied abzuspielen.
Auch Rasen stand im Fokus der Kontrollen. Ein Audi A7 wurde auf der Krefelder Straße mit 94 km/h in einer 50er-Zone gemessen – der Fahrer musste ein hohes Bußgeld zahlen. Insgesamt stellten die Beamten 18 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest und sprachen 46 Verwarnungen für geringfügigere Verstöße aus. Auch Drogen am Steuer spielten eine Rolle: Ein 29-jähriger Autofahrer fiel in der Nähe des Opernplatzes durch einen positiven Marihuana-Test auf und wurde zur weiteren Überprüfung auf die Wache gebracht. Zudem wurde ein schwarzer Mercedes-AMG G63 beschlagnahmt, nachdem die Beamten herausgefunden hatten, dass das Fahrzeug mit einem früheren illegalen Straßenrennen in Verbindung stand.
Bis zum Ende der Aktion hatten die Beamten eine Strafanzeige erstattet, 216 Verkehrsverstöße geahndet und 121 Verwarnungen ausgestellt. Besonders problematisch erwies sich Ablenkung am Steuer: 169 Bußgelder gingen an Fahrer, die während der Fahrt ihr Handy nutzten.
Die Duisburger Operation unterstreicht die anhaltenden Gefahren durch Rasen, Handybenutzung und Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Drogen auf den Straßen der Region. Die Polizei betont, dass die Kontrollen im Rahmen der #LIFE-Initiative fortgesetzt werden. Die Ergebnisse zeigen, wie gezielte Überprüfungen innerhalb weniger Tage eine breite Palette von Verkehrsverstößen aufdecken können.






