Einbrüche in Siegen-Wittgenstein sinken – Polizei startet Präventionsoffensive gegen Wohnungseinbrüche
Paulina MangoldEinbrüche in Siegen-Wittgenstein sinken – Polizei startet Präventionsoffensive gegen Wohnungseinbrüche
Einbrüche im Kreis Siegen-Wittgenstein: Nach Pandemie-Anstieg sinken die Fallzahlen – Polizei startet Präventionskampagne
Die Einbruchszahlen im Kreis Siegen-Wittgenstein haben in den vergangenen Jahren Schwankungen gezeigt: Nach einem Anstieg während und nach der Pandemie sind die Fallzahlen zuletzt wieder gesunken. Mit Blick auf die dunkle Jahreszeit verstärkt die örtliche Polizei nun ihre Bemühungen, Wohnungseinbrüche zu verhindern. Eine neue Aufklärungskampagne und Fachberatung sollen Anwohnern helfen, ihre Häuser und Wohnungen wirksamer zu schützen.
Die Polizei Siegen-Wittgenstein beobachtet die Entwicklung seit Jahren. Nach einem Höchststand von 535 Einbrüchen im Jahr 2015 gingen die Zahlen kontinuierlich zurück – auf 129 im Jahr 2021. Nach der Corona-Phase stieg die Zahl kurzzeitig wieder an: 2023 wurden 174 Fälle registriert, 2024 dann 136.
Einbrecher zielen oft auf schlecht beleuchtete Häuser ab und suchen sich gezielt Objekte aus, die sich schnell und unkompliziert öffnen lassen. Robuste Schlösser an Türen und Fenstern können die Täter bereits im Vorfeld abschrecken, da sie Eigenschaften meiden, die ihnen die Arbeit erschweren. Dunkelheit und unbeleuchtete Wohnungen bieten zudem Deckung – was die Wachsamkeit der Anwohner umso wichtiger macht.
Um dem Problem entgegenzuwirken, startet die Polizei nun die Präventionskampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer“. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung des Einbruchschutzes, die Aufforderung, verdächtige Beobachtungen zu melden, sowie die Abbau von Hemmschwellen bei der Kontaktaufnahme mit den Behörden. Vom 24. bis 26. Oktober 2025 veranstaltet die Polizei NRW – darunter auch Beamte aus Siegen-Wittgenstein – Aktionstage, um für das Thema zu sensibilisieren. Zudem steht Kriminalhauptkommissar Stefan Dax an diesem Wochenende der Bevölkerung für Fragen zur Einbruchprävention zur Verfügung.
Die Behörden raten Anwohnern, Schwachstellen an ihren Immobilien zu beseitigen, gute nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen und achtsam zu bleiben. Das Melden unbekannter Personen oder ungewöhnlichen Verhaltens kann helfen, Straftaten im Vorfeld zu verhindern.
Die anstehenden Aktionstage werden konkrete Maßnahmen vorstellen, um das Einbruchsrisiko in der risikoreichen dunklen Jahreszeit zu verringern. Wie die Polizeidaten zeigen, können bereits einfache Vorsorgemaßnahmen wie bessere Beleuchtung und stabile Schlösser einen spürbaren Unterschied machen. Mit der weiteren Unterstützung der Bevölkerung hoffen die Behörden, die Einbruchszahlen langfristig auf einem sinkenden Niveau zu halten.






