Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger verdienen

Paulina Mangold
Paulina Mangold
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Ein Plakat für die Feier des Women's Equality Day von Team Redstone, das eine Frau mit einer 'Women's Equality'-Fahne zeigt, mit Logo und weiteren Details unten.Paulina Mangold

Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger verdienen

Deutschlands Gender-Pay-Gap bleibt über dem EU-Durchschnitt – Frauen verdienen 2024 weiterhin 16 Prozent weniger als Männer

Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland ist nach wie vor größer als im europäischen Durchschnitt: 2024 verdienen Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Diese Diskrepanz bedeutet, dass Frauen rechnerisch 58 Tage im Jahr unbezahlt arbeiten. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, findet die Kampagne zum Equal Pay Day 2026 am 27. Februar in Greifswald statt – mit öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen zur Entgeltungleichheit.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Lohnlücke in Deutschland zwar langsam verringert: Lag der Unterschied 2010 noch bei etwa 23 Prozent, betrug er 2024 nur noch 18 Prozent. Trotz dieses Fortschritts bestehen weiterhin regionale Unterschiede, und die aktuelle Lücke von 16 Prozent liegt immer noch über dem EU-Durchschnitt von rund 12 Prozent.

Die Ungleichheit beim Lohn betrifft Frauen in allen Karrierephasen – vom Berufseinstieg bis zum Ruhestand. Zu den Hauptgründen zählen höhere Teilzeitquoten, unbezahlt geleistete Care-Arbeit sowie die Häufung in schlechter bezahlten Berufen. Diese Faktoren führen zu langfristigen finanziellen Nachteilen für Frauen.

Im Rahmen der Kampagne 2026 veranstaltet Greifswald am 27. Februar in der STRAZE die Aktion "Nahtlos durch die Nacht". Die Veranstaltung findet von 16:30 Uhr bis 17:00 Uhr statt, der Eintritt ist frei, Spenden sind vor Ort willkommen. Die Organisator:innen wollen damit das Bewusstsein für das Thema schärfen und zu konkreten Schritten zur Schließung der Lohnlücke anregen.

Der Equal Pay Day 2026 lenkt den Blick auf die anhaltende Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen in Deutschland. Die Veranstaltung am 27. Februar in Greifswald bietet eine Plattform für die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Zwar hat sich die Lücke seit 2010 verringert, doch regionale Unterschiede und strukturelle Hürden prägen nach wie vor die Einkommenssituation von Frauen in allen Lebens- und Berufsphasen.

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