Essen testet KI-Verkehrssystem COMO für flüssigere Straßen und saubere Luft
Evelin KostolzinEssen testet KI-Verkehrssystem COMO für flüssigere Straßen und saubere Luft
Essen testet KI-gesteuertes Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee
Vom 19. Januar bis zum 28. Februar 2026 führt Essen an einer stark frequentierten Kreuzung in der Nähe des Depots der Ruhrbahn GmbH einen Testlauf für ein neues, KI-basiertes Verkehrssystem durch. Das Projekt mit dem Namen COMO soll den städtischen Verkehr flüssiger, umweltfreundlicher und anpassungsfähiger an Echtzeitbedingungen machen.
Im Mittelpunkt des Versuchs steht ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem die Ruhrallee auf die Westfalenstraße und die Wuppertaler Straße trifft. Während der Testphase können Autofahrer und Fußgänger mit vorübergehenden Verzögerungen rechnen, da Ingenieure die Software und Einstellungen des Systems optimieren.
COMO ist darauf ausgelegt, den Verkehrsfluss anhand von Live-Daten dynamisch anzupassen – etwa bei Verspätungen im Öffentlichen Nahverkehr, Baustellen oder erhöhten Schadstoffwerten. Das System nutzt Umweltsensoren zur Messung von Stickoxid- (NOₓ) und CO₂-Emissionen, Kameras zur Erfassung von Staus sowie LED-Anzeigen für aktuelle Hinweise. Zudem werden intelligente Ampeln, gesteuert durch KI, erprobt.
Gefördert vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, bündelt COMO Informationen aus verschiedenen Quellen: Bildverarbeitungssysteme, Sensornetzwerke und externe Datenquellen wie Veranstaltungskalender, Wetterberichte oder Parkplatzauslastungen. Alle Daten werden in einer zentralen Steuerung verarbeitet, sodass das System blitzschnell auf veränderte Bedingungen reagieren kann.
Nach Abschluss der Testphase soll COMO am 1. März 2026 offiziell in Betrieb gehen und den gesamten Korridor der Ruhrallee abdecken. Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative, den städtischen Verkehrsmanagement durch Digitalisierung zu modernisieren.
Der Versuch ist ein Schritt hin zu effizienterem und nachhaltigerem Stadtverkehr. Bei Erfolg könnte COMO Staus verringern, die Luftqualität verbessern und die Sicherheit auf Essens Straßen erhöhen. Die vollständige Einführung des Systems hängt jedoch von den Ergebnissen der sechswöchigen Testphase ab.






