Essen wappnet drei Stadtteile gezielt gegen den Klimawandel mit KRIS-Förderung
Eggert StriebitzEssen wappnet drei Stadtteile gezielt gegen den Klimawandel mit KRIS-Förderung
Essen hat einen wichtigen Schritt zur Stärkung seiner Klimaresilienz unternommen, indem die Stadt drei städtische Gebiete für ein großes Förderprogramm ausgewählt hat. Der Stadtrat bestimmte Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein als Schwerpunktzonen im Rahmen der KRIS-Initiative. Mit dieser Maßnahme sollen die Stadtteile gezielt auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet werden – vor allem durch nachhaltige Lösungen im Wassermanagement.
Das KRIS-Programm konzentriert sich auf städtische Viertel, in denen gebündelte Maßnahmen die größte Wirkung entfalten können. Diese Gebiete sind besonders anfällig für Extremwetter, und die Initiative fördert wasserbasierte Anpassungen, um Risiken zu verringern. Essen reichte detaillierte Pläne für jede Zone bei der Projektträgern Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Prüfung ein.
Bis 2030 setzt sich das Programm klare Ziele: 25 Prozent der versiegelten Flächen sollen von den Mischkanalisationen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte gesteigert werden. Sobald die Förderung im ersten Halbjahr 2026 offiziell bewilligt wird, können Grundstückseigentümer in den ausgewählten Zonen Zuschüsse für entsprechende Maßnahmen beantragen.
Die KRIS-Initiative umfasst alle 53 Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr (RVR). Ihr Ziel ist es, urbane Räume in klimaresiliente Zonen zu verwandeln, die besser auf Hitzewellen, Starkregen und andere Klimafolgen vorbereitet sind. Bis zu einem Viertel der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen könnte aus dem Entwässerungssystem genommen werden, um die Belastung der alternden Infrastruktur zu verringern.
Die nächste Phase hängt von der Genehmigung der Essener Vorschläge durch die zuständigen Prüfungsstellen ab. Bei Erfolg ermöglicht die Förderung Grundstückseigentümern, Veränderungen umzusetzen, die die Wasserspeicherung verbessern und das Hochwasserrisiko mindern. Der langfristige Erfolg des Programms wird sich daran messen, wie gut sich die Stadtteile an künftige Klimabedingungen anpassen.






