15 January 2026, 16:20

„Extrawurst“: Wenn ein Grillvorschlag den Tennisverein sprengt

Ein Blatt mit dem Text "The Fashionable Lover: A Comedy as it is acted at the Theatre-Royal in Drury Lane" auf einem weißen Hintergrund.

Schauspieler spricht über alltäglichen Rassismus - „Extrawurst“: Wenn ein Grillvorschlag den Tennisverein sprengt

"Extrawurst" kommt am 15. Januar ins Kino

Am 15. Januar feiert die deutsche Komödie Extrawurst Premiere im Kino. Basierend auf einem gleichnamigen Bühnenstück erzählt der Film vom chaotischen Vorlauf zu einem Sommerfest in einem Tennisverein. Ein scheinbar harmloser Vorschlag – die Einrichtung eines separaten Grills für das einzige muslimische Vereinsmitglied – entwickelt sich zu einer hitzigen Debatte, die nicht nur das Fest, sondern den gesamten Verein in Frage stellt.

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In den Hauptrollen sind Christoph Maria Herbst und Hape Kerkeling zu sehen, während Fahri Yardım den Erol spielt, das einzige muslimische Mitglied des Clubs. Kerkeling übernimmt die Rolle des strengen Vereinsvorsitzenden Heribert, während Yardıms Figur zum Mittelpunkt des eskalierenden Konflikts wird. Der Schauspieler, der Kerkeling als eine lebende Legende bezeichnet, bewundert dessen anarchischen Humor bereits seit seiner Kindheit. Bei der Zusammenarbeit habe er Kerkeling als herzlich und offen erlebt – eine Erfahrung, die für ihn besonders wertvoll war.

In Interviews sprach Yardım über die Parallelen zwischen sich und seiner Figur. Wie Erol fühle auch er sich oft unter Druck, eine ganze Gruppe repräsentieren zu müssen, sobald Debatten hitziger werden. Zwar gehe er mit Alltagsrassismus heute gelassener um – er entscheide selbst, wer ihn verletzen dürfe –, doch den Begriff Cancel Culture lehnt er ab. Stattdessen plädiert er für bedachte Wortwahl und Selbstreflexion. Trotz seiner vegetarischen Lebensweise scherzte Yardım, er ziehe türkische Sucuk trotzdem der bayerischen Weißwurst vor. Seine Gedanken zu Identität, Humor und gesellschaftlichen Spannungen verleihen dem Film eine zusätzliche Tiefe – trotz aller leichtfüßigen Turbulenzen.

Mit einer Mischung aus Satire und gesellschaftskritischen Untertönen kommt Extrawurst am 15. Januar ins Kino. Angeführt von Kerkeling und Herbst zeigt der Film, wie aus kleinen Meinungsverschiedenheiten große Konflikte entstehen können. Die Verbindung aus Humor und realen Themen spiegelt dabei die Komplexität des modernen Zusammenlebens wider.