Extremmarsch: 70 Kilometer ohne Schlaf für Bundeswehr-Reservisten
Reservisten der Bundeswehr stellen sich an diesem Wochenende einer extremen Ausdauerprüfung. Bei einem anspruchsvollen 70-Kilometer-Marsch durch den Teutoburger Wald werden Reservisten der Bundeswehr Karriere dieses Wochenende an ihre körperlichen und geistigen Grenzen gebracht. Die als "Durchbruchübung" bekannte Veranstaltung endet am Sonntagabend mit einer feierlichen Siegerehrung. Der Startschuss fällt mit einer Schwimmstrecke durch den Dortmund-Ems-Kanal – ohne Neoprenanzug und unter Aufsicht der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Anschließend müssen die Teams in 36 Stunden ohne Schlaf eine Reihe herausfordernder Aufgaben bewältigen. Zu den Disziplinen gehören Abseilen, ein Biathlon sowie Orientierungsläufe im Wald, bei denen die Teilnehmer gleichzeitig Drohnen entgehen müssen. Simulierte Einsätze umfassen die Rettung von Unfallopfern (gespielt von Statisten) und Fahrzeugkontrollen an einem Checkpoint. Die Strecke muss bis Samstag, 23 Uhr, absolviert sein. Alter ist dabei kein Hindernis: Einige der Reservisten sind Ende 50 und beweisen, dass es vor allem auf Fitness und Willenskraft ankommt. Die Übung prüft Durchhaltevermögen, Motivation und Charakter – alle Teilnehmer sind in Topform. Den Abschluss bildet am Sonntag die Siegerehrung. Wer das Ziel erreicht, hat außergewöhnliche Ausdauer und Teamgeist unter Beweis gestellt. Die "Durchbruchübung" gilt als eine der härtesten Prüfungen für Bundeswehr Reservisten Karriere.