19 June 2026, 10:24

Falsche Rheinbahn-Tickets: Betrüger locken mit 2,35-Euro-Angebot in Düsseldorf

Nein, die Nahverkehrsgesellschaft Rhine-Ruhr gibt keine 6-Monats-Tickets für 2,35 Euro weg

Falsche Rheinbahn-Tickets: Betrüger locken mit 2,35-Euro-Angebot in Düsseldorf

Ein betrügerischer Facebook-Beitrag macht derzeit die Runde: Er wirbt mit sechs Monaten unbegrenzter Fahrten in Düsseldorf für nur 2,35 Euro. Die Masche behauptet fälschlicherweise, die Rheinbahn biete zum angeblichen 25-jährigen Jubiläum Prepaid-Karten zu diesem Preis an. Ermittlungen zeigen, dass es sich um Teil einer größeren internationalen Kreditkartenbetrugsoperation handelt.

Der gefälschte Beitrag wurde zwischen dem 2. und 16. Juli 2025 geteilt und über gezielte Facebook-Werbung im Raum Düsseldorf beworben. Nutzer wurden auf eine Website weitergeleitet, die zwar das Logo der Rheinbahn zeigte, jedoch eine inoffizielle Domain ohne Impressum nutzte. Dort sollten sie Fragen beantworten und persönliche Daten – darunter Kreditkartennummern – eingeben, um angeblich an der Verlosung des nicht existierenden Tickets teilzunehmen.

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Die hinter dem Betrug stehende Facebook-Seite war erst am 30. Juni 2025 erstellt worden und zählte lediglich zehn Follower. Zum Vergleich: Die offizielle Rheinbahn-Seite hat über 47.000 Abonnenten. Zudem feierte das Unternehmen 2021 sein 125-jähriges Bestehen – die Behauptung eines 25-jährigen Jubiläums ist damit widerlegt. Die Faktenchecker von CORRECTIV bestätigten, dass es ein solches Ticket nicht gibt und die Rheinbahn keine Sechs-Monats-Karten zu diesem Preis anbietet.

Der Betrug steht im Zusammenhang mit einem internationalen Netzwerk von Kreditkartenbetrügern. Über 1.000 gefälschte Facebook-Seiten, die dieser Bande zugeordnet werden, wurden in mehr als 60 Ländern identifiziert. Behörden und Faktenchecker haben das Angebot eindeutig als Betrug entlarvt. Nutzer, die ihre Daten preisgegeben haben, könnten Opfer von Kreditkartenmissbrauch geworden sein. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren gefälschter Werbeaktionen auf sozialen Medien.

Quelle