Flaggen-Aktion in Solingen löst Empörung aus – Grüne sehen gezielte Provokation
Paulina MangoldFlaggen-Aktion in Solingen löst Empörung aus – Grüne sehen gezielte Provokation
Grüne kritisieren Flaggen-Aktion an der Neuenkamper Straße
Solingen – Die Grünen-Fraktion im Solinger Stadtrat sowie der Ortsverband Grüne Burg/Höhscheid haben die Anbringung mehrerer Deutschlandflaggen entlang der Neuenhofer und Neuenkamper Straße scharf verurteilt. Die Flaggen waren offenbar in der Nacht von Samstag auf Sonntag an Laternenmasten befestigt worden und erstrecken sich über eine längere Strecke – auch in der Nähe der neu errichteten Flüchtlingsunterkunft.
Dutzende Deutschlandflaggen über Nacht in Solingen aufgehängt – Polizei ermittelt
Dutzende Deutschlandflaggen tauchten über Nacht an zwei Straßen in Solingen auf und lösten bei lokalen Politikern Besorgnis aus. Die Flaggen wurden am Sonntagmorgen entdeckt, als sie an Laternenpfählen entlang der Neuenhofer Straße und Neuenkamper Straße hingen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, konnte die Verantwortlichen jedoch noch nicht identifizieren.
Die Flaggen waren zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen (13.–14. Dezember 2025) angebracht worden. Sie erstrecken sich über einen längeren Abschnitt der Strecke, darunter auch ein Bereich nahe einer kürzlich eröffneten Flüchtlingsunterkunft. Die Behörden, darunter der Staatsschutz, prüfen den Vorfall, bisher gab es jedoch keine Festnahmen.
Die Solinger Grünen üben scharfe Kritik an der Aktion. Sowohl der Ortsverband Burg/Höhscheid als auch die Stadtratsfraktion werfen den Unbekannten vor, die Flaggen gezielt eingesetzt zu haben, um Geflüchtete einzuschüchtern. Das nationale Symbol werde missbraucht, um Ausgrenzung statt Zusammenhalt zu fördern, so die Vorwürfe.
Die Grünen betonten in ihrer Stellungnahme, die Farben der Deutschlandflagge stünden für Vielfalt, Toleranz und Menschenwürde. Man dürfe nicht zulassen, dass das Symbol für spalterische Zwecke vereinnahmt werde.
Die Ermittlungen laufen weiterhin, bisher wurden keine Tatverdächtigen genannt. Der Vorfall hat die Stimmung in Solingen belastet, insbesondere im Umfeld der Flüchtlingsunterkunft. Lokale Verantwortliche beobachten die Lage weiter, während die Untersuchungen andauern.






