Ford streicht 3.500 Jobs in Köln – Elektroflaute trifft die Belegschaft hart
Paulina MangoldFord streicht 3.500 Jobs in Köln – Elektroflaute trifft die Belegschaft hart
Ford hat Pläne bekannt gegeben, am Standort Köln etwa 3.500 Arbeitsplätze abzubauen. Die Entscheidung folgt auf schwache Absatzzahlen der dort produzierten großen Elektrofahrzeuge. Den Beschäftigten steht nun ein dreimonatiges Zeitfenster für freiwillige Kündigungen bei der Agentur für Arbeit bevor.
Die Entlassungen betreffen nahezu alle Bereiche der Kölner Werke. Von den insgesamt geplanten Streichungen wurden bereits Ende letzten Jahres 2.770 bestätigt, während 730 auf einen früheren Umstrukturierungsplan zurückgehen. Zudem wird das Unternehmen eine gesamte Fahrzeugmontageschicht streichen, was die Stückkosten in der Produktion erhöht.
Die Möglichkeit zu freiwilligen Austritten bei der Agentur für Arbeit beginnt an diesem Freitag und läuft bis zum Ende der dreimonatigen Frist. Ausscheidende Mitarbeiter erhalten großzügige Abfindungspakete – langjährige Beschäftigte können dabei Ansprache auf über 100.000 Euro erhalten. Die formelle Entlassungsphase ist von Januar 2026 bis zu den Winterferien desselben Jahres angesetzt.
Um betroffene Mitarbeiter zu unterstützen, wird Ford Stellenbörsen veranstalten. Diese sollen den Arbeitnehmern den Übergang in andere Branchen erleichtern.
Die Kürzungen erfolgen im Zuge der Anpassung an die nachlassende Nachfrage nach den hochpreisigen Elektromodellen des Kölner Dom. Abfindungen und Stellenbörsen sollen den Beschäftigten während des Übergangs helfen. Die Umstrukturierung wird voraussichtlich die Abläufe in den Kölner Werken in den kommenden zwei Jahren grundlegend verändern.






