20 June 2026, 10:23

Forschungsprojekt untersucht, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferdiensten in Städten verändern

Klimaschutz: Kann das 15-Minuten-Stadt-Konzept umgesetzt werden?

Forschungsprojekt untersucht, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferdiensten in Städten verändern

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie lokale Dienstleistungen und kurze Lieferketten die Nachfrage nach Zustelldiensten in Städten beeinflussen. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal zielt die Studie darauf ab, die städtische Verkehrsplanung zu verbessern. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Bestrebung, das städtische Leben praktikabler und nachhaltiger zu gestalten.

Das POTUS-Projekt, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität, erforscht, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferungen in Stadtteilen steigern. Zudem wird analysiert, wie Merkmale eines Viertels – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner – diesen Bedarf beeinflussen.

Das Team entwickelt Methoden, um Daten aus verschiedenen europäischen Ländern zu vergleichen und nutzbar zu machen. Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden. Das Vorhaben wird mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem europäischen Programm Driving Urban Transitions und nationalen Quellen gefördert.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt darauf, zu ermitteln, wo und unter welchen Bedingungen der Güterverkehr besonders stark ansteigt. Die Forschung orientiert sich am Konzept der „15-Minuten-Stadt“, das den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten fördert.

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Die Ergebnisse sollen Städten helfen, nachhaltigere Güterverkehrssysteme zu entwickeln. Regelmäßige Umfragen und Datenerhebungen werden bestehende Lücken in der Verkehrsplanung schließen. Daraus könnten gezieltere Lösungen für die urbane Logistik entstehen.

Quelle