Frau täuscht eigene Entführung vor – und belügt ihren Ehemann um 5.000 Euro
Paulina MangoldProzess: Frau simuliert ihre eigene Entführung vor Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und belügt ihren Ehemann um 5.000 Euro
Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um ihren Ehemann zu belügen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Köln verhängte eine 14-monatige Haftstrafe auf Bewährung, nachdem sie Geständnisse wegen Erpressung und Vortäuschens einer Straftat abgelegt hatte. Ihre Tat war von schweren Schulden, Suchtproblemen und psychischen Belastungen getrieben.
Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender forderten 5.000 Euro für ihre Freilassung. Aus Sorge um ihr Leben überwies er das Geld und alarmierte sofort die Polizei.
Es folgte eine großangelegte Suchaktion: Beamte überwachten Telefonverbindungen und durchkämmten das Gelände. Später inszenierte die Frau ihre eigene "Befreiung" und wurde in der Nähe des Kölner Doms aufgefunden – die 5.000 Euro hatte sie noch bei sich. Bei der Befragung gab sie zu, die Entführung erfunden zu haben, behauptete jedoch, sich aufgrund einer schweren Depression nicht mehr an die genaue Planung erinnern zu können.
Während des Prozesses erklärte sie, dass Schulden in Höhe von 20.000 Euro, verursacht durch Spiel- und Kaufsucht, sie zu dieser verzweifelten Tat getrieben hätten. Trotz des Betrugs entschied sich ihr Mann, ihr zu verzeihen, und beglich ihre ausstehenden Verbindlichkeiten.
Das Gericht verurteilte sie zu 14 Monaten Haft auf Bewährung wegen Erpressung und Vortäuschens einer Straftat. Inzwischen hat ihr Ehemann ihre Schulden getilgt und steht weiterhin an ihrer Seite. Der Fall zeigt die dramatischen Folgen von finanzieller Verzweiflung und unbehandelten psychischen Problemen.






