01 February 2026, 05:18

"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten protestieren in Düren gegen Gewalt in Nordsyrien

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform, die Waffen haltend, steht auf einer Straße in Ankara, Türkei, während einer Anti-Regierungsdemo, mit Fahrzeugen, Menschen, Gebäuden und Texttafeln im Hintergrund.

"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten protestieren in Düren gegen Gewalt in Nordsyrien

Freiheit für Kurdistan: Friedliche Kundgebung in Düren

Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Demonstration unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 kurdische Demonstranten zogen durch die Innenstadt, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen, wo sich die Gewalt in jüngster Zeit verschärft hat.

Veranstalter war der Kurdische Kulturverein Düren. Die Teilnehmenden folgten einer vorher abgestimmten Route und versammelten sich abschließend am Kaiserplatz, wo Abschlussreden gehalten wurden.

Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen und das Versammlungsrecht zu schützen. Trotz zweier kleinerer Vorfälle – einer Beleidigung und eines versuchten Angriffs – kam es zu keinen größeren Störungen. Beide Fälle werden nun strafrechtlich untersucht.

Die Kundgebung fand vor dem Hintergrund der eskalierenden Konflikte in Nordsyrien statt. Seit dem 18. Januar haben sich die Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der syrischen Übergangsregierung unter Ahmed al-Sharaa und den von Kurden geführten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) zugespitzt. Zwar wurde am 18. und 20. Januar eine brüchige Waffenruhe vereinbart, die die Integration der SDF in staatliche Strukturen, die Grenzkontrolle sowie die Übergabe von Ölfeldern und IS-Gefangenen vorsieht. Dennoch halten die Angriffe auf verbleibende kurdische Gebiete an – mit der Gefahr weiterer Vertreibungen und Gewalt.

Die Demonstration endete ohne schwerwiegende Zwischenfälle und unterstrich die Forderung der Organisatoren nach Frieden in der Region. Unterdessen bleibt die Lage in Nordsyrien angespannt, da die Kämpfe trotz der jüngsten Waffenstillstandsabkommen anhalten.