18 June 2026, 00:28

Gamescom startet in Köln – doch die Gaming-Community kämpft mit Einsamkeit und Hass

Studie enthüllt Cybermobbing in der Gaming-Szene

Gamescom startet in Köln – doch die Gaming-Community kämpft mit Einsamkeit und Hass

Gamescom, die größte Messe der Welt für Video- und Computerspiele, startet diese Woche in Köln

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hunderttausende Fans werden zur Veranstaltung erwartet, die von Mittwoch bis Sonntag stattfindet. Eine aktuelle Umfrage hat jedoch besorgniserregende Einstellungen und Erfahrungen unter engagierten Gamern ans Licht gebracht.

Die Erhebung ergab, dass sich 58 Prozent der leidenschaftlichen Spieler:innen moderat oder stark einsam fühlen. Zudem gaben 38 Prozent an, sehr häufig oder regelmäßig verbale Angriffe zu erleben – im Vergleich zu nur 14 Prozent der allgemeinen Gaming-Community. Viele berichteten von Drohungen, die von körperlicher Gewalt bis hin zu Vergewaltigung reichten.

Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen waren unter Hardcore-Gamern weit verbreitet. Darüber hinaus stimmten 43 Prozent der Aussage zu, dass Jüdinnen und Juden zu viel Einfluss in der Welt hätten. Die demografische Zusammensetzung der engagierten Spieler:innen ist überwiegend männlich: Drei Viertel sind Männer, 55 Prozent sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Auffällig war auch das politische Engagement – 27 Prozent hatten im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen, fast doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

Die Ergebnisse verdeutlichen soziale und verhaltensbezogene Probleme innerhalb der Gaming-Community. Ein beträchtlicher Teil der leidenschaftlichen Spieler:innen leidet unter Einsamkeit, Belästigung und der Konfrontation mit extremistischen Einstellungen. Diese Muster werfen Fragen auf – sowohl für die Spieler:innen als auch für die Branche – während die Gamescom ihre Tore öffnet.

Quelle