Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber im Keller eines Wohnhauses alarmiert Feuerwehr
Wally KlemtGefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber im Keller eines Wohnhauses alarmiert Feuerwehr
Feuerwehr in Schwelm rückt zu Gefahrguteinsatz aus
Am 12. September 2025 wurden die Feuerwehrkräfte in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz alarmiert. Auslöser war ein beschädigter Quecksilberbehälter, der im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Schützenstraße entdeckt worden war. Die Einsatzkräfte rückten umgehend aus, um die Ausbreitung des gefährlichen Stoffs zu stoppen und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als die Retter vor Ort eintrafen, um Meldungen über eine unbekannte Substanz zu überprüfen. Nach der Identifizierung des Quecksilbers übernahm Einsatzleiter Jan Poschmann die Koordination: Er teilte das Gelände in Abschnitte ein und verfügte die Evakuierung der Anwohner. Ein beheizter VER-Bus (Versorgungs- und Einsatzraum) wurde als vorübergehende Unterkunft für die Betroffenen bereitgestellt.
Zur Unterstützung wurden ein Gefahrgutberater sowie ein spezielles Messfahrzeug von der Feuerwehr Gevelsberg angefordert. Zudem lieferte die Feuerwehr Wuppertal ein Quecksilber-Bindemittel-Set an. Auf dem Höhepunkt der Operation waren 29 Einsatzkräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Die Teams in Vollschutzanzügen sammelten das ausgetretene Quecksilber ein und richteten außerhalb des Gebäudes eine Dekontaminationsstation ein. Nach der akuten Gefahrenabwehr übernahm ein Fachbetrieb für Umweltkontamination die weiteren Reinigungsarbeiten, darunter die Entsorgung der geborgenen Chemikalien und der kontaminierten Ausrüstung.
Die Feuerwehr Schwelm dankte im Nachgang den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehren Gevelsberg und Wuppertal für ihre Hilfe während des Einsatzes.
Der Vorfall konnte ohne Verletzte beendet werden; die Anwohner durften zurückkehren, sobald die Sicherheit des Gebiets offiziell bestätigt war. Der spezialisierte Entsorgungsbetrieb wird die Arbeiten fortsetzen, um letzte Spuren der Verunreinigung zu beseitigen. Noch ist unklar, wie der Quecksilberbehälter beschädigt wurde und wie lange er im Keller gelagert hatte.






