Gelsenkirchener Schule wird erste zertifizierte "Sicherer Hafen" Deutschlands
Paulina MangoldGelsenkirchener Schule wird erste zertifizierte "Sicherer Hafen" Deutschlands
Eine Schule in Gelsenkirchen wird als erste in Deutschland eine besondere Zertifizierung im Kinderschutz erhalten. Die Gesamtschule Buer-Mitte wird an diesem Samstag offiziell zur "Sicherer Hafen"-Schule ernannt. Mit der Initiative soll ein Netzwerk sicherer Anlaufstellen für Kinder in Not- oder Krisensituationen in den Bundesländern Deutschlands geschaffen werden.
Das Projekt startete in diesem Jahr als Pilotvorhaben. Die Schule wandte sich an lokale Unternehmen, Vereine und Gemeinschaftsgruppen, um sogenannte "Sicherheitsinseln" einzurichten – Orte, an denen sich Kinder Hilfe holen können, wenn sie sich bedroht oder verängstigt fühlen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen werden darin geschult, Anzeichen von Belastungen in der Schule zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Die Schule arbeitete eng mit der Gelsenkirchener Initiative "KiJuTe" zusammen, um das Programm zu entwickeln. Weitere Schulen in der Stadt bereiten sich nun darauf vor, das Modell zu übernehmen. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass der Ansatz langfristig über Gelsenkirchen hinaus in Deutschland ausstrahlen und als Vorbild für ähnliche Projekte bundesweit dienen könnte.
Bisher gibt es in keiner anderen deutschen Stadt vergleichbare Programme, die Kindern sichere Rückzugsorte in der Schule bieten. Die Zertifizierung der Gesamtschule Buer-Mitte ist daher ein Novum in Deutschland.
Die Auszeichnung wird an diesem Wochenende verliehen und markiert einen Meilenstein im regionalen Kinderschutz. Im Mittelpunkt der Bemühungen steht es, Schülerinnen und Schülern bei Bedarf schnell Zugang zu Unterstützung in der Schule zu ermöglichen. Bei Erfolg könnte das Modell andere Regionen in Deutschland dazu anregen, ähnliche Wege zu gehen.