Gespendeter Mercedes-Benz Rettungswagen rollt bald an die ukrainische Front
Evelin KostolzinGespendeter Mercedes-Benz Rettungswagen rollt bald an die ukrainische Front
Kreis Herford übergibt voll ausgestatteten Mercedes-Benz Rettungswagen an Hilfsorganisation Helpchain e.V.
Der Kreis Herford hat einen voll ausgestatteten Mercedes-Benz Rettungswagen an Helpchain e.V., eine deutsch-ukrainische Hilfsorganisation, gespendet. Das Fahrzeug, das für den lokalen Rettungsdienst nicht mehr einsatzfähig war, wird nun Zivilisten in der Nähe der Frontlinien in der Ukraine dienen. Vor dem Einsatz wird es aufgerüstet – unter anderem mit Schutzpanzerung und Tarnanstrich.
Helpchain e.V. wurde im März 2022 von Eugen Laschinski, einem deutsch-ukrainischen Doppelstaatsbürger, nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine gegründet. Seither hat die Organisation über 1.500 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geliefert, darunter 17 Rettungswagen und mehr als 60 weitere Fahrzeuge. Mit acht Lagern in ganz Deutschland – darunter wichtige Standorte in Enger und ein Büro in der Eimterstraße in Herford – koordiniert die Initiative ihre Einsätze.
Der gespendete Rettungswagen, der etwa 230.000 Kilometer auf dem Tachometer hat, hatte die Abschreibungsgrenzen für den deutschen Rettungsdienst überschritten. In der Ukraine wird er mit einer Kevlar-Schicht und Tarnung nachgerüstet, bevor er nach Charkiw gebracht wird. Dort wird er Teil der umfassenden Hilfsprojekte von Helpchain sein, zu denen mobile Bäckereien, die Lieferung zahnmedizinischer Ausrüstung und die Unterstützung von Therapiezentren für Kinder gehören. Laschinski, der als offizieller Kulturdiplomat der Ukraine anerkannt ist, erhielt für sein Engagement den Goldenen Stern der Kulturdiplomatie. Seine Organisation erweitert weiterhin ihre humanitäre Reichweite und deckt dringende Bedürfnisse in von Krieg betroffenen Regionen ab.
Der aufbereitete Rettungswagen wird bald in Charkiw eintreffen und dort lebenswichtige medizinische Versorgung leisten. Die laufenden Projekte von Helpchain – von der Lebensmittelproduktion bis zur Gesundheitslogistik – bleiben für die Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten unverzichtbar. Die Spende unterstreicht einen weiteren Schritt im Einsatz der Organisation, praktische Hilfe dort zu leisten, wo sie am dringendsten gebraucht wird.






