Glasfaserausbau in Niederkrüchten gestoppt – Elmpt profitiert ohne Förderung
Evelin KostolzinGlasfaserausbau in Niederkrüchten gestoppt – Elmpt profitiert ohne Förderung
Deutsche Glasfaser verzichtet auf Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis mindestens 2028
Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit einer Überprüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit. Gleichzeitig bestätigte Deutsche Glasfaser Pläne für den Ausbau im Ortsteil Elmpt – und zwar ohne öffentliche Förderung.
Anfang 2025 hatte Deutsche Glasfaser in Elmpt eine erfolgreiche Nachfragebündelung abgeschlossen. Dank ausreichender Kundenverträge kann das Vorhaben nun auf rein kommerzieller Basis umgesetzt werden. Für diese Phase waren weder staatliche Subventionen noch umfangreiche behördliche Unterstützung nötig.
Lokale Initiativen hatten sich stark für das Projekt eingesetzt: Das Bürgermeisteramt und ehrenamtliche Helfer warben aktiv für den Glasfaserausbau in Elmpt. Doch steigende Kosten und Ressourcenengpässe in ganz Deutschland führten dazu, dass die geplante Erweiterung in Niederkrüchten vorerst gestoppt wurde. Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte für die Kommune begleitet hatte, nannte diese Faktoren als Hauptgrund für die Verzögerung.
Aktuell verfügen bereits 96 Prozent der Haushalte in Niederkrüchten über einen Internetanschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s, über 98 Prozent erreichen mindestens 100 Mbit/s. Die Gemeinde rät Bürgern mit Fragen, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden.
Während der Ausbau in Elmpt wie geplant auf Basis der Kundennachfrage voranschreitet, bleibt die flächendeckende Erschließung Niederkrüchtens vorerst bis mindestens 2028 ausgesetzt. Die Kommune beobachtet die Entwicklung weiter und steht Anwohnern für Rückfragen zur Seite.
