Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresden-Pappen jedes Weihnachtsgeschenk aufwertet
Evelin KostolzinGold und Silber auf Pappe: Wie Dresden-Pappen jedes Weihnachtsgeschenk aufwertet
Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresdner Prägungen jedes Weihnachtsgeschenk veredeln
Ein Sammler, eine vergessene Werkstatt und Andy Warhol: Dresdner Pappen sind seit Jahren ein Kultphänomen – und verleihen mit Gold und Silber jedem Weihnachtsgeschenk den besonderen Glanz
Dresdner Christbaumschmuck, filigrane vergoldete Dekorationen aus geprägtem Karton, sind unter Sammlern längst zu begehrten Raritäten geworden. Ursprünglich als preiswerte Alternative zu feinem Metall- oder Holzhandwerk konzipiert, stammen diese kunstvollen Stücke aus der Zeit um 1900. Ihr Charme hat sogar Künstler wie Andy Warhol inspiriert, der sie in seinen Werken verewigte.
Bis heute werden die Verzierungen mit jahrhundertealten Maschinen und historischen Prägformen hergestellt. Jedes Blatt wird von Hand geprägt, um die traditionelle Handwerkskunst zu bewahren. Die Motive reichen von Federn und Sternen über Hasen, Störche und sogar Hummer bis hin zu Engeln und Buchstaben.
Andy Warhol integrierte Dresdner Pappen 1980 in eine Collage mit dem Titel „Christmas Tree“. Das Werk entstand im Rahmen eines Weihnachtskartenprojekts und verband seinen typischen Siebdruckstil mit den klassischen Dekorationen. Auch die moderne Künstlerin Angela Kleinediekmann arbeitet mit den historischen Prägungen. Sie entdeckte die letzten verbliebenen Hersteller in Sachsen und gestaltet heute eigene Collagen mit den traditionellen Motiven.
Was einst schlichter, erschwinglicher Schmuck war, hat heute kulturellen und künstlerischen Wert erlangt. Die zeitlose Handwerkskunst fasziniert nach wie vor Sammler und Kreative gleichermaßen. Die Tradition, bewahrt von einer Handvoll Hersteller, bleibt ein unverwechselbarer Teil des weihnachtlichen Erbes.






