Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet internationale Rettungskräfte
Paulina MangoldGrenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet internationale Rettungskräfte
Großübung für den internationalen Katastrophenschutz in Gangelt
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien probten gemeinsam die Bewältigung eines simulierten Unglücksfalls. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil, wobei der Schwerpunkt auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit lag.
Das Szenario sah einen Massenunfall mit zahlreichen Verletzten auf der Kreisstraße 13 vor, einer ländlichen Route, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient. In die simulierte Kollision waren ein Gefahrguttransporter, ein Reisebus und mehrere Pkw verwickelt. Dutzende Personen wurden als Verletzte dargestellt – einige eingeklemmt, andere durch ein auslaufendes, ätzendes Gift aus dem Lkw gefährdet.
Für die Dauer der Übung blieb die Straße gesperrt und wurde erst spätabends wieder freigegeben. Niederländische Einheiten in Spezialschutzausrüstung hatten die Aufgabe, den gefährlichen Stoff einzudämmen. Gleichzeitig erfassten Drohnen die Lage aus der Luft, um die Situation zu bewerten.
Wie die Organisatoren betonten, hatte die letzte große internationale Übung dieser Art vor acht Jahren stattgefunden. Ziel der aktuellen Übung war es, zu testen, wie gut die Teams aus verschiedenen Ländern trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme zusammenarbeiten können.
Die Übung wurde als Erfolg gewertet und zeigte, dass grenzüberschreitende Einsatzkräfte effektiv Hand in Hand arbeiten können. Gleichzeitig unterstrich sie die Notwendigkeit regelmäßiger Trainings in Grenzregionen. Die Rettungsdienste verfügen nun über aktualisierte Erfahrungen bei der Bewältigung großflächiger Unfälle mit gefährlichen Stoffen.






